Wichtigste Oppositionsgruppen lehnen die Waffenruhe ab

Mehrere islamistische und von Westen als „moderat“ angesehene Oppositionsgruppen lehnten die 2. amerikanisch-russische Waffenruhe mit der Begründung ab, die syrische Regierung dabei zu stärken und dass Fateh al-Sham (ahemalig al-Nusra/al-Qaida) weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Revolution ist und damit nicht hintergangen werden kann.

Als Reaktion lehnen momentan folgende Gruppierungen die Waffenruhe ab: Fateh al-Sham (größte Oppositionsgruppe), „Revolutionairies of Aleppo“ (es handelt sich um ein Positionspapier der FSA in Ostaleppo), Jaysh al-Fateh (größtes Bündnis und dominierend im Nordwesten des Landes) und Ahrar al-Sham, welches wiederum als die zweitgrößte Oppositionsgruppe gilt und sowohl in Jaysh al-Fateh als auch in der Islamischen Front eine bedeutende Rolle einnimmt.

Währenddessen verlangen Teile der Opposition nähere Details der Waffenruhe und seinen Auswirkungen innerhalb von 14 Stunden durch die USA & Türkei. Sie verlangen dabei die Beendigung von Luftangriffen durch die syrische Luftwaffe, Klarheit über einsetzende Mechanismen wenn die Waffenruhe beendet wird und warfen der Regierung Heuchelei aufgrund fehlender Abgrenzung von schiitischen Milizen (ähnlich Opposition – Fahteh al-Sham) vor. Damit zeigt sich dass ausländische Mächte erneut ohne wirklich Grundbasis in Syrien einen Vertrag bzw. Waffenruhe geschlossen haben.

Dementsprechend ist ein Erfolg noch unwahrscheinlicher.

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