Ende von Ost-Aleppo nur noch eine Frage von Tagen

Nach der gestrigen Evakuierung von Hunderten an Kämpfern und deren Familien scheint sich der Prozess der Wiedereroberung beschleunigt zu haben. Nicht nur wurde von der Nacht zu heute fast die gänzliche Altstadt von Aleppo erobert, sondern auch weitere Viertel eingenommen. Erobert wurden: Bab al-Nayrab, as-Shamatiyah, Karm al-Jabal, Qadi Askar, ad-Dananir, Qasta al-Meshd, Qastal al-Harami, Salheen, al-Ajam, Madee, al-Qaseliyah und die gesamte Umgebung der Zitadelle. Damit hat sich der Kessel im Verhältnis von vor 2 Wochen um 85% verringert, davon 75% in den letzten 10 Tagen.

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Inzwischen versuchen selbst die letzten verbliebenen Kämpfer um eine mögliche Verhandlung bin hin zu einer Evakuierung. Diese besagt die Ersthilfe für 500 verletzte Personen und freies Geleit der Zivilisten aus Ost-Aleppo (inzwischen Süd-Aleppo) hinaus. Dies soll alles innerhalb einer 5-tägigen Waffenruhe geschehen. Außerdem bestanden sie im hypothetischen Falle auf einer Evakuierung von Kämpfern nach Nord-Aleppo , was Russland wiederum kategorisch ablehnt. In Nord-Aleppo ist die türkisch-oppositionelle Operation „Euphrates Shield“ aktiv, die sich mometan gegen Daesh und die SDF richtet. Kämpfer dort wurden früher gerne als Verräter gebrandmarkt, da die sich unter die Kutte der Türkei spannen lassen und dafür Positionen in Aleppo & Idlib verlassen haben, alles nur im Interesse von Geld.

Für diese Waffenruhe werden Zivilisten als Legitimation genutzt, nachdem für Monate die Milizen den Zivilisten die Möglichkeit verwehrte aus Ost-Aleppo mithilfe der 4 Fluchtkorridore zu fliehen und Diese als Schutzschilde gegen militärische und für mediale Einsätze nutzten. Die Opposition befindet sich in keinster Position zu verhandeln und es ist offensichtlich, dass sie lediglich diese 5 Tage zur Umstrukturierung und Neugruppierung nutzen werden. Bei dem derzeitigen Tempo ist der Kessel in 5 Tagen ohnehin Geschichte.

Zu diesem Zeitpunkt wurden 28.700 Flüchtlinge aus Ost-Aleppo registriert, die Zahl an Flüchtlingen nach Sheikh Maqsoud ist unbekannt. In den letzten eroberten Vierteln waren inzwischen kaum Zivilisten, die maximale Einwohnerzahl könnte auf rund ~40.000 (Sheikh Maqsoud eingeschlossen) Geflüchteten steigen, weit entfernt von den ominösen 250.000 Einwohnern.

 

 

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