Dritte Waffenruhe in Wadi Barada verhandelt

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Stadttor zu Ayn al-Fijeh

Diesmal scheint es endgültig zu sein: Die syrische Regierung konnte (erneut) eine Waffenruhe mit den oppositionellen Kämpfern vereinbaren, die sich in ihren Vereinbarungen der jeder anderen Waffenruhe ähnelt. Dies bedeutet: Kämpfer strecken ihre Waffen und haben die Möglichkeit, entweder von einer Generalamnestie betroffen zu sein, die wiederum eine Rehabilitierung und Wiederaufnahme eines zivilen Lebens ermöglicht, oder sich mithilfe von den „Grünen Bussen“ nach Idlib zu begeben und dort weiterzukämpfen. Da die meisten Kämpfer aber wohl aus der Region stammen und solche „Flüchtlinge“ als Verräter angesehen werden, sollten die Tendenzen klar ersichtlich sein.

Diese Waffenruhe wurde mithilfe deutscher UN-Unterstützung beschlossen, insofern sollte eine Erfolgsaussicht umso höher sein. Außerdem wird der Grund für diese Offensive, die vergiftete Wasserquelle für mindestens 4 Millionen Menschen in Damaskus, nun schlussendlich repariert werden und die geflüchteten Einwohner (laut Roten Halbmond 1.300 Menschen) können in ihre Heimat zurückkehren.

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Die militärische Lage wurde in den vergangenen Tagen immer problematischer für die Opposition, die Syrisch-Arabische Armee stand vor der Waffenruhe etwa ~200m von der eigentlichen Wasserquelle al-Fijah entfernt und isolierte das Tal Wadi Barada vollständig von Afrah aus. Nach der Waffenruhe rückte man nun nördlich weiter im libanesischen Grenzgebirge vor und eroberte den Hügel Areed al-Salman (gelb umrahmt).

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