Syrische Armee vertreibt Daesh bei al-Bab und erreicht kurdische Kantone

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Einheiten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) unter der Führung von Suleil al-Hassan und seinen „Tiger Forces“ konnten in den vergangenen Stunden symbolisch wichtige Eroberungen verzeichnen. In einem Blitzangriff konnten in den vergangenen Tagen die Dörfer Umm Kahraz, Berazi, Majmuah, Natabah Kahbira, Sagihra, Jub al-Sultan, Jub al-Hamam, Mushayrifah, Zuzurah, Jayiah, Khirbat ad-Zib und Jub al-Khafi erobert werden.

Dieser Blitzangriff bedeutete einige, wichtige Faktoren: Einerseits wird ein weiteres Vordringen der türkisch-oppositionellen Operation „Euphrates Shield“ in Richtung Süden verhindert, wie es Erdogan des öfteren angekündigt hat (und auch die Aussage öfters verneint hat). Dabei ist es aber eher eine „präventive Sicherheitsmaßnahme“, da nach den äußerst verlustreichen Kämpfen in und um al-Bab wohl keinerlei Interesse an weiteren Abenteuern in Richtung Süden besteht. Auf der anderen Seite wird damit Handel und Schmuggel zwischen den von der Türkei unterstützten Gruppen (TBF) und Daesh entscheidend gestört.Gerüchten zufolge waren ursprünglich Tadef und Qabasin als solche Orte vereinbart, wurden aber dennoch später erobert. Beide Seiten können auf eine langjährige Tradition des Handelns zurückblicken, solange es zum eigenen Vorteil (gegen die andere Seite) ist. Unabhängig davon wurde mit der Eroberung von al-Bab und dem vollständigen zunichte machen der Verbindung der beiden kurdischen bzw. SDF-Kantone das Hauptziel der Operation erfüllt. Auch dies ermöglicht es, mehr Kapazitäten der TBF und türkischen Armee auf den „Anti-Terrorkampf“ gegen die SDF zu konzentrieren.

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SAA in Tadef

Trotz türkischen Willens, eine Demarkationslinie bei al-Bab zu errichten und eine Waffenruhe zu initiieren, kam es zu einigen Kämpfen entlang des M4-Highways bei al-Bab. Dabei versuchte die TBF, die Stadt Tadef zu erobern. Die Angriffe waren eine einseitige Eskalation, die SAA schoss nicht zurück. Inzwischen beruhigte sich die Lage ohne Territorialveränderungen.

Die SAA konnte mit dieser militärischen Aktion unter anderem einen Kessel von mehreren Dörfern südöstlich von al-Bab erschaffen, in dem sich noch einige Kämpfer des Islamischen Staates aufhalten sollen. Eroberungen innerhalb des Kessels werden aber nicht von der SAA getätigt, sondern lediglich von der TBF, die im vergangenen Zeitraum die Dörfer Sukkayriah, Jubb Nassane und Zammar erobern konnten. Die Prioritäten der SAA scheinen weiterhin im Süden zu liegen, den 23km entfernten Euphrat zu erreichen und damit die Wasserverbindung für Aleppo zu sichern.

Außerdem besitzt die SDF und SAA nun eine gegenseitige Verbindung, die einen Transport von Damaskus bis nach Qamishli ermöglicht, welches positiv für beide Seiten ausfallen würde. Auf der einen Seite kann die SDF nun ungefährlicher die anderen Gebiete in Afrin und das Viertel in Aleppo Sheikh Maqsoud besuchen, der syrischen Regierung ist hingegen Zugang zu Qamishli, Hasakah und teilweise Deir ez-Zor ermöglicht. Auch Handelsbeziehungen könnten sich intensivieren: Das von der SDF gehaltene Nordsyrien besitzt weite Ackerflächen, besitzen aber kaum nötiges Saatgut. Dies könnte die syrische Regierung bereitstellen, dafür könnten die Elektrizitätsimporte erhöht werden, die meisten Orte haben nur wenige Stunden Strom am Tag. Ein Pressesprecher äußerte sich bereits über diese Fortschritte positiv.

 

Armee erobert mehrere Dörfer vom IS

 

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Ältere Karte zeigt Situation bei Deir Hafer

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) unter dem Kommando der legendären „Tiger Forces“ und Suleil al-Hassan konnten in den vergangenen Tagen  weitere Dörfer vom Islamischen Staat erobern, welche sich allesamt im Osten der Provinz Aleppo befinden. Diese Orte sind Rasm al-Ramel, Tayyar Hamadah,  Rasm Harmal, Rasm al-Sheikh und Mazburah. Damit ist die strategisch wichtige Stadt Deir Hafer mehr, oder weniger von drei Seiten aus umkreist, welches von wichtiger Bedeutung für die zukünftige Schlacht werden wird. Bisher setzte man aber noch keinen Fuß über den Wasserkanal in der Region, der die Stadt Aleppo mit frischen Trinkwasser aus dem Euphrat versorgt. Er soll vom Islamischen Staat vollständig gefüllt worden sein, damit weitere Vorstöße verhindern werden können.

Den zukünftigen Einfluss von den geflohenen IS-Kämpfern aus al-Bab, Qabasun und Bzaah ist unklar, höchst wahrscheinlich werden sie aber weiterhin in der Provinz Aleppo operieren. Alternativ können sie für die aufkommende Schlacht von Raqqah eingesetzt werden.

Irak erlaubt Bombardierungen in Syrien

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Der irakische Ministerpräsident al-Abadi ordnete der irakische Luftwaffe an, Ziele und „Hochburgen“ des Islamischen Staates in Syrien angreifen zu können. In seiner Rede baute er einen Zusammenhang zu den ständigen Bombenanschlägen in Bagdad auf, die ihre Basen in syrischen Grenzstädten hätten.

„Wir sind dazu entschlossen Terrorismus zu verfolgen, welcher versucht unsere Söhne und Einwohner zu töten. Deswegen ordneten wir Luftanschläge auf die syrischen Grenzstädte Abu Kamal und Hosaiba an, die für die vorherigen Anschläge verantwortlich sind.“

Berichten zufolge waren die ersten Luftschläge erfolgreich. Eine Koordination mit anderen Ländern in Syrien bzw. die syrische Regierung selber ist ungeklärt, laut der PMU hatte die Regierung aber die Öffnung des syrischen Luftraumes erlaubt.

Türkische Offensive erobert vollständig al-Bab

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Vor wenigen Stunden verkündeten verschiedene Gruppierungen der türkischen Operation „Euphrates Shield“ im Norden Syriens die vollständige Eroberung von al-Bab. Die Stadt war das langfristige Ziel der Türkei, eine Vereinigung der kurdischen bzw. SDF-Kantone (Afrin im Westen, Manbij im Osten) im Norden zu verhindern. Dieses Ziel wurde durch enorme Verlusten, einem Imageschaden und großen Zeitaufwand erreicht.

 

Syrische Milizen veröffentlichten Bilder die zeigen, wie sich eigene Kämpfer im Zentrum und im Süden der Stadt aufhalten, wie z.B. dieses Bild auf diesem Platz aufgenommen wurde. Besonders eindrucksvoll/erstaunlich ist auch der Fortschritt innerhalb eines Tages, während gestern noch die Mehrheit der Stadt vom Islamischen Staat kontrolliert wurde, verloren sie es in nur wenigen Stunden alles. Am 22. Februar konnte man hingegen die Gebiete erobern, die man wiederum wenige Tage zuvor aufgrund einer Gegenoffensive des IS fast vollständig abtreten musste. Darunter fallen im Süden die Viertel al-Qubila, al-Zamzam und al-Salam, die Getreidesilos, Teile des Sportzentrums und des Ba’ath-Gebäudes. Im Norden in der Umgebung von Sheikh Aqil konnte hingegen die Fatimah-Zaid-Moschee zurückerobert werden. Zeitweise sah es sogar so aus, als müsste sich die TFSA („Türkische FSA“) nach ihrem ersten Vorstoß vollständig aus der Stadt zurückziehen. Ein brutaler Häuserkampf im Zentrum drohte.

Doch dann zog sich scheinbar der Islamische Staat in den Morgenstunden aus der Stadt vollkommen zurück, der exakte Grund ist aufgrund der militärisch vorteilhaften Position nicht nachvollziehbar. Vielleicht wollte man die durchaus teuren Kämpfe in al-Bab langfristig sparen, „Euphrates Shield“ wird trotz großer Träumereien von der Eroberung Raqqahs nicht weiter gegen den IS vordringen und sich den Kurden und der syrischen Regierung widmen.

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Karte des Territoriums, welches Euphrates Shield bisher erobern hatte

 

Die Schlacht um al-Bab dauerte von Mitte Dezember bis Mitte Februar und war äußerst zermürbend. Einige Personen bezeichneten die Kämpfe im Norden der Provinz Aleppo als „Ping-Pong“, da die türkisch-oppositionelle Operation genauso schnell Gebiete erobern konnte, wie es verloren wurde. Ein Beispiel: Das kleine Dorf Suflaniyah wurde erst beim 14. (sic!) Versuch erobert. Dieses Bild bestätigte sich vor allem auch bei den Kämpfen um die Aqil-Berge und dem südwestlichen Stadteingang, die letztendlich über 3 Monate andauerten. In Aqil verlor die türkische Armee ihre ersten Leopard 2A4-Panzer, insgesamt häuften sich die getöteten, türkischen Soldaten auf knapp 70 in der gesamten Operation. Auf den Seiten der syrischen Milizen gab es angeblich über 500 Tote. Für die türkische Armee war die gesamte Operation eine reine Blamage, nicht nur konnten die lange andauernden Kämpfe gegen die wohl größte europäische NATO-Macht vom IS gewinnbringend propagandistisch verwertet werden, große Mengen an moderneren Kriegsgerät wurden zerstört, oder erobert. Erdogan selber lies in seinen Mitteilungen bezüglich der Operation einen roten Faden vermissen: An einem Tage wolle man bis nach Raqqah vordringen und die YPG bekämpfen, an anderen Tagen möchte man nicht weiter als bis nach al-Bab gehen.

Verschiedene Generäle (siehe erstes Bild) verkündeten zur gleichen Zeit auch das nächste Ziel der Operation: Tadef, Qabasin und Bzaah vollständig zu erobern. Die drei Städte östlich von al-Bab sind ebenfalls seit mindestens 3 Monaten die aktive Front, nach mehrmaligen Versuchen sind jedoch alle Eroberungsversuche gescheitert. Im gleichen Zeitraum konnte die SDF die wesentlich größere Stadt Manbij vollständig erobern. Aufgrund der strategisch kritischen Position von Qabasin kamen auch Gerüchte auf, die FSA und Daesh würden dort gegenseitig Waffen etc. tauschen, weswegen der Ort niemals wirklich angegriffen wurde. Das darauf folgende Ziel könnten in dem Falle verschiedene Territorien der SDF/YPG werden, namentlich Manbij und Tel Rifaat. Während die SDF in Manbij direkt zu Beginn bis zum Sajur-Fluss zurückgedrängt wurde, ist die SDF in Tel Rifaat/Manbij seit jeher türkischer Artillerie und Luftschlägen ausgesetzt. Bisher waren allen Angriffe wirkungslos und konnten zurückgeschlagen werde.

Siehe auch: Welche Gruppen sind in der Operation „Euphrates Shield“ beteiligt?

Armee erobert Gebiet westlich von Aleppo

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Am Mittwoch startete die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und die Republikanischen Garden eine Überraschungsangriff auf oppositionelle Verteidigungsstellungen südwestlich der Stadt Aleppo in der gleichnamigen Provinz. Dabei konnte das urbane Gebiet namens „Souq al-Jibs„vollständig zurückerobern, welches zuvor bei dem ersten Versuch erobert wurde, die Belagerung von Ost-Aleppo aufzuheben.

Durch diese Erweiterung der Pufferzone wird weiterer Beschuss auf die Stadt Aleppo minimiert, verschiedene Rashideen-Viertel sind damit nun unter Druck gesetzt. Der vorherige Artilleriebeschuss kostete vor einigen Wochen einem Mitarbeiter des Roten Halbmondes das Leben, 7 Weitere wurden verletzt.

 

Welche Gruppen sind in der Operation „Euphrates Shield“ beteiligt?

 

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Hamzaa Division vor dem Krankenhaus in al-Bab

Hierbei handelt es sich um eine Fortführung der Liste, welche zu Beginn der Operation „Euphrates Shield“ am 24. August erstellt wurde. Rein statistisch hat sich die Anzahl der Gruppierungen fast verdoppelt, was sich aber weniger in der Kampfkraft ausdrückt. Aus den geschätzten Personalstärken ergibt sich allem ein klares Bild: Die Türkische Armee spielt eine immer stärker werdende Rolle, sowohl quantitativ als auch qualitativ.

Die dort präsenten Oppositionsgruppen zeigen eine Kontinuität einer fehlenden militärischen Kampfkraft, seit Mitte Dezember konnte man keine besonderen Geländegewinne erzielen. Im gleichen Zeitraum konnte die YPG/SDF die wesentlich größere Stadt Manbij weiter östlich vollständig erobern. In sonstigen Oppositionskreisen sind alle dortigen Mitglieder äußerst unbeliebt, nicht nur werden sie (vor allem in Idlib) als Marionetten für türkische/imperialistische Interessen gesehen und als reine Söldner, die nur für das Geld der Türkei arbeiten. Ihnen wird auch oft Verrat vorgeworfen, einerseits durch ihr Erscheinen an den Astana-Friedensgespräche und ihr fehlenden Beteiligung bei dem letzten Versuch, die Belagerung von Ost-Aleppo aufzubrechen.

 

Ungesicherte Bestätigung/minimale Präsenz:

  • 30th Division
  • Liwa al-Fateh
  • Ahrar Tal Rifat
  • 1st Division of Aleppo
  • Brigade of Conquest
  • Turkem Martyrs‘ Battalion
  • Descendants of Saladin Brigade

IS startet Überraschungsoffensive auf oppositionelle Positionen in Dara’a

 

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Montag morgens startete die zum Islamischen Staat gehörende Miliz „Jaysh Khalid bin Walid“eine Blitzangriff auf verschiedene Städte der Opposition in den Provinzen Quneitra und Dara’a. In dieser Operation wurden bisher innerhalb eines Tages die Städte & Dörfer  Hayt, Sham al Jawlan, Tasil, Adwan, Kafr Tamir, Jallayn, Al Ashari und Zayzun erobert. Die dortigen Positionen werden vor allem von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat Fateh al-Sham, oder Jabhat al-Nusra) bemannt, die aber in den vergangenen Wochen eine Offensive auf Regierungspositionen gestartet hatte und sich damit auf die Stadt Dara’a konzentriert.Die dortigen Kämpfe waren für Tahrir al-Sham und verbündete FSA-Milizen äußerst verlustreich und relativ erfolglos, nachdem seit Wochen nur wenige Gebäude im Manshiyah-Viertel erobert wurden. Das Resultat einer solchen Prioritätensetzung nach monatelangen Frieden und Ruhe an dieser Front ist nun offensichtlich.

Dennoch ist ein solcher Blitzangriff mit enormen Gebietserweiterungen keine Seltenheit in der Region, exakt das gleiche Ereignis gab es im März des letzten Jahres zu sehen. Diese Eroberungen waren aber nur ein kurzfristiger Achtungserfolg, wenig später wurden alle Gebiete zurückerobert und die Grenzen verliefen wieder an ihren Ursprungspositionen. Aufgrund der weiterhin anhaltenden und teuren Offensive auf die Opposition könnte sich dieser Eindruck gewandelt haben, vor allem nachdem Jordanien immer weniger die dortigen Rebellen unterstützt.

Irakische Armee beginnt Operation zur Befreiung Ost-Mossuls

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Die Irakische Armee, Bundespolizei und verschiedene Milizen der PMU starteten vor etwa 2 Stunden die Operation zur vollständigen Befreiung Ost-Mossuls, Tel Afar und der gesamten Nineveh-Provinz, wie der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi verkündete.

Laut irakischem Militär konnten die „Rapid Response Units, Bundespolizei und die 23rd Division der PMU“ bisher bereits die Dörfer Atbah, Al-Kafour, Jasmia, Bijwarey und al-Lazzagah erobern, was damit nur noch eine Entfernung von 7km zur westlichen Teil der Stadt bedeuten würde. Nächstes Ziel wird wahrscheinlich die al-Ghazlani-Militärbasis sein. Derzeit werden viele Luftangriffe auf schwer garnisonierte Positionen entlang der Stadt und des Euphrates im Zentrum geflogen. Dabei soll der ranghöhere Kommandant des Geheimdienstes vom Islamischen Staat Haqi Ismail Awid getötet worden sein. Gerüchten zufolge soll sich al-Baghdadi entweder in Tel Afar, oder West-Mossul aufhalten und ist insofern gefangen.

Die Besonderheit dieser Operation liegt in der Beteiligung der PMU, von diversen Interessengruppen als „iranisch-schiitische Marionette und Kriegsverbrechern“ verschrien, konnte sie unter internationalen Druck nicht an der Mossul-Operation bisher teilnehmen. Dies führte zu unnötigen Komplikationen und Verlusten innerhalb der Stadt, da man nur effektiv von einer Seite (östlich) in die Stadt eindringen konnte als ursprünglich geplant. Nachdem das irakische Parlament die PMU fast einstimmig als Teil der Irakischen Streitkräfte akzeptierte, untersteht sie nun dem irakischen Innenministerium, wodurch es scheinbar nicht mehr solche Ängste gibt. Ob sie aber auch dann innerhalb der Stadt oder nur in den Außengebieten operieren darf/kann ist abzuwarten. Die Peschmerga hingegen wird keinerlei Rolle spielen.

Bereits bei Beendigung der Offensive in West-Mossul gab es keine optimistischen Worte bezüglich einer ähnlichen Operation in Ost-Mossul. Sie bietet verschiedene Problematiken auf, die der irakischen Armee zum Verhängnis werden könnten. Nicht nur hatte Daesh eine längere Vorbereitungszeit, konnte Verteidigungspositionen errichten und Gebäude verminen. Ost-Mossul bietet vor allem auch einen äußerst harten, urbanen Häuserkampf, da es sehr enge Straßen und Gebäude gibt. Aus allen möglichen Seitenstraßen könnte also z.B. ein Selbstmordattentätereinen Konvoi angreifen, wie es bereits zuvor der Fall war. Hinzu kommen die immer öfter werdenden, demoralisierenden Drohnen-Angriffe, wo kleine Sprengkörper an Quadrocopter angebracht werden.

Wer nimmt an den Astana-Friedensverhandlungen teil?

Die Astana-Friedensverhandlungen gehen in ihre nächste Runde mit dem Ziel, eine landesweite Waffenruhe zu erreichen. Diesmal handelt es sich um das zweite Treffen innerhalb der Astana-Verhandlungen, wo weiterhin die Türkei, der Iran und Russland federführend sein werden. Wie bei der letzten Verhandlung besteht kein sonderlicher Optimismus für eine landesweite Waffenruhe (politische Lösungen werden völlig ignoriert), vor allem da es dafür an relevanten Oppositionsgruppen fehlt. Die letzte Verhandlung hatte vor allem nur zu einer Sache geführt: Kämpfe innerhalb der Opposition.

Während sich Jabhat Fateh al-Sham in Tahrir al-Sham umbenennt und mit vielen weiteren Gruppen fusioniert, versuchen sie mehrere der Ahrar al-Sham nahe stehende und unabhängige Gruppen zu bekämpfen. Vor allem auch Jene, die bei den Friedensverhandlungen erscheinen und insofern „Verräter der Revolution“ sind. Als Gegenreaktion gründet Ahrar al-Sham ihr eigenes Bündnis, welches als sicherer „Bunker“ vor Angriffen von Tahrir al-Sham. Daraus resultierend kam es des Öfteren zu Plänkeleien zwischen den beiden Bündnissen, konnten aber schnell wieder beigelegt werden. Einzig anhaltend sind die oppositionellen Kämpfe in Nord-Hama zwischen Tahrir al-Sham und Liwa al-Aqsa, ehemals bekannt als Jund al-Aqsa. Liwa al-Aqsa soll angeblich einen Treueeid für Daesh bekundet haben, dafür gibt es aber keine Beweise. Die Kämpfe waren äußerst blutig. über 100 Kämpfer sollen von al-Aqsa gefangen genommen und exekutiert worden sein. Inzwischen besitzt sie aber nur noch eine feste Basis in zwei Städten. All diese Auswirkungen sind ein direkter Effekt der Friedensverhandlungen bzw. der „Waffenruhe“ in Syrien. Der große Gewinner dabei ist die syrische Regierung.

Zustimmende Gruppen:

  • Sultan Murad
  • Jaysh al-Izza
  • Jaysh al-Nasr
  • 1st Coastal Division
  • Liwa Shuhada al-Islam
  • Fastaqem Union
  • Jaysh al-Islam
  • Soqour al-Sham
  • Free Idlib Army
  • FSA Southern Front
  • Faylaq al-Sham
  • Jabhat al-Shamiya

Auffällig sind zwei Dinge: Zunächst sind die meisten zustimmenden Fraktionen in der türkischen Offensive „Euphrates Shield“ im Norden Syriens involviert, die aktiv bei al-Bab gegen den Islamischen Staat kämpfen. Diese kämpfen insofern auch nicht aktiv, oder zumindest in sekundärer Weise, gegen die syrische Regierung, was eine solche Waffenruhe vereinfacht. Der zweite Punkt ist für den Erfolg der Waffenruhe aber wesentlich entscheidender: Die zwei größten Fraktionen (Jabhat Fateh al-Sham und Ahrar al-Sham) lehnen den Deal kategorisch ab, immerhin werde er als „Verrat an der Revolution“ gesehen. Solche Ereignisse gibt es oft in kleinerer Dimension: Wenn Kämpfer im Kontext von verschiedenen Verträgen nach Idlib transportiert werden, werden einige dieser Kämpfer auf „mysteriöse Weise“ tot entdeckt. So z.B. wurde ein FSA-Kommandat aus Darayya bei Damaskus nahe der türkischen Grenze tot aufgefunden. Der Grund: Er soll in einem Fluss ertrunken sein.

Diplomatische und militärische Vertreter der jeweiligen Gruppierungen schicken folgende Diplomaten in die Verhandlungen:

Vertreter der Regierung: 

  • Bashar al-Jafaari, UN-Botschafter für Syrien in den Vereinten Nationen
  • Ahmed Arnous, Vertreter des Außenministeriums
  • Riad Haddad, Syrischer Botschafter in Moskau
  • Ahmed al-Kuzbari, Syrischer Parlamentarier
  • Haidar Ali Ahmed, Diplomat
  • Osama Ali, Syrisches Außenministerium
  • Amjad Elissa, Syrisches Außenministerium
  • 3 weitere Militärs

Vertreter der Opposition:

  • Mohammed Alloush, Verhandlungsführer & von Jaysh al-Islam
  • Nazir al-Hakim, Faylaq al-Sham
  • Said Neqrash, Liwa Shuhada al-Islam
  • Ezzeldin Salim, Fastaqim Union
  • Ahmed Othman, Sultan Murad
  • Haj Mousa, Soqur al-Sham
  • Fares al-Bayoush, Free Idlib Army
  • Moustafa Marati, Jaysh al-Izzah
  • Mohammed Haj Ali, 1st Coastal Division
  • Hossem al-Karashna, Southern Front
  • Issam al-Reis, Southern Front
  • Hassan Ibrahim, Southern Front
  • Rakaan al-Khadir, Southern Front
  • Khaled Aba, Jabhat al-Shamiya
  • Abdulhakim Rahmun, Jaysh al-Nasr

Eine genaue Delegation aus diplomatischen Vertretern ist derzeit unbekannt, wäre sie die Gleiche wie in den letzten Gesprächen würde sie aus folgenden Personen bestehen:

Vertreter der politischen Opposition:

  • Abelkahim Bashar
  • Nadhir al-Hakim
  • Nasser al-Hariri
  • Osama Abu Zaid
  • Yahia al-Aridi
  • Hisham Marwa
  • Khaled Shehabiddine
  • Ammar Tebbab

 

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Die Delegation der Opposition besteht vor allem aus unbekannten Personen, die zuvor nicht ins Rampenlicht getreten sind. Die diplomatische Opposition hingegen spielt keinerlei Rolle für die faktische Situation in Syrien und wird dementsprechend auch keine relevante Position in den Gesprächen einnehmen.

Als wirklich erwähnenswerte Person gilt Mohammed Alloush, Stellvertreter für Jaysh al-Islam und ehemaliger Verhandlungsführer für die Friedensgespräche der UN in der Schweiz, die mehrmals scheiterten.

Mohammed Alloush ist der Bruder von Zahran Alloush, ehemaliger militärischer Führer von Jaysh al-Islam, welcher am 24. Dezember 2015 durch einen russischen Luftschlag in Ost-Ghouta getötet wurde. Zuvor galt er als „charismatische Führungsperson“, die vom Westen als Nachfolger als syrischer Präsident gehandelt wurde. Nichtsdestotrotz zeigte er in verschiedenen Interviews ganz klar eine islamistisch-extremistische Position in vielen verschiedenen Fragen, z.B. wollte er die Alawiten ermorden und ein typisches Kalifat errichten.

Sein Bruder tätigt solche Aussagen alleine aufgrund seiner diplomatischen Rolle nicht, aber auch er bewies wenig Fingerspitzengefühl in den Verhandlungen: Mitten in der ersten amerikanisch-russischen Waffenruhe zu Beginn des Jahres 2016 forderte er oppositionelle Kämpfer dazu auf, weiterhin gegen die Armee zu kämpfen (siehe Tweet). Seine „Erfolgskarriere“ in den verschiedenen UN-Friedensgesprächen in der Schweiz sollten ein böses Omen für den Ausgang des Versuches dieser Verhandlungen sein, nicht umsonst trat er später mitten in den Genf-Gesprächen aus der Delegation aus, einfach weil sie keinen Erfolg erzielten.

Syrische Armee schreitet gegen den Islamischen Staat voran

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Eliteeinheiten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) konnten in den vergangenen Tagen mehrere Dörfer und kleine Städte südöstlich von al-Bab vom Islamischen Staat erobern. Darunter fallen: Abu Jabbar, Taftiyah, Sagirah, al-Mansourah, Khirbat al-Jahash, Bayjan, Shukaywah, Rasm al-Kabir, Rasm al-Kama und  Musahariyfah. Damit konnten erfolgreich über ~50km² nordöstlich und östlich der Kuweires-Luftbasis erobert werden, jene Luftbasis die vor 2 Jahren noch vom Islamischen Staat belagert wurde. Damit befindet man sich 6km vom wohl nächsten strategischen Ziel Deir Hafer entfernt und weitere 20km von der Jihar-Luftbasis am Euphrat. Mit einem solchen Vorstoß wird auch die Wasserversorgung Aleppo’s gesichert, welche mit einem Kanal vom Euphrat aus versorgt wird und bisher unter Knappheiten leidet.

An der Front zu al-Bab kam es hingegen zu keinen sonderlichen Veränderungen. Die SAA befindet sich weiterhin an den Eingangstoren von Tadef, der letzten Stadt zwischen syrischer Regierung und al-Bab. Militärberichten nach wurde die türkisch-oppositionelle Operation „Euphrates Shield“ gar innerhalb der Stadt al-Bab fast vollständig zurückgestoßen und musste sich vom Tadef-Kreisverkehr und Zamam-Viertel zurückziehen. Nach eigener Angabe hält man weiterhin 90% der Stadt. Nichtsdestotrotz  verkündete angeblich der türkische Kommandeur des Heeres Hulusi Akar die vollständige Befreiung von al-Bab und dass man mit den Aufräumungsarbeiten begonnen hatte.

 

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Im Osten der Provinz Homs konnte die SAA (vor allem durch die Unterstützung des von Russland ausgebildeten 5th Corps der SAA) mit verschiedenen Verbündeten sich auf 20km auf die antike Stadt Palmyra bzw. Tadmur annähern. Dafür wurden die westlichen Felder von Bayarat erobert. Im Norden konnte man nach wochenlangen Kämpfen endlich die Jihar- und Hayyan-Ölfelder vollständig erobern, welches in Richtung des Nordens eine starke Pufferzone bietet. Derzeit rückt man gen Jabal al-Tar und Jabal al-Hayyal vor, welches die Pufferzone erneut vergrößern wird. Eine Sicherung des umliegenden Gebirges/Territoriums ist unabdingbar für eine Sicherung der Offensive, bereits in der letzten Gegenoffensive des IS waren schnelle Übergriffe auf die schwach garnisonierte Gebiete zwischen Tadmur und der T4-Militärbasis ein wunder Punkt, welcher letztendlich innerhalb weniger der Tage das gesamte Gebiet kostete.

Huthis schießen Fluggerät ab

Einheiten der Huthis konnten vor wenigen Minuten ein Fluggerät unbekannten Types in der Stadt al-Marin südlich von Marib von der Luft holen und damit zerstören. Bisher ist unklar ob es sich um eine ballistische Rakete (laut Saudi-Arabien), einer Aufklärungsdrohne, oder um einen Jet handelt. Der Anführer der Huthis bzw. Ansar Allah, Malik al-Huthi, verkündete in einer Rede vor wenigen Tagen eine bessere Luftverteidigung zum Schutze der „Revolution“. Scheinbar scheint sich dies zu bewahrheiten. Wenn es sich nach bisher unbestätigten Berichten um einen F16-Jet handeln würde, könnte er neben Saudi-Arabien auch zur USA und/oder Großbritannien gehören.

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Opposition startet Offensive in Dara’a

 

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In der südsyrischen Stadt Dara’a nahe der jordanischen Grenze kam es nach monatelanger Ruhe zu schweren Gefechten. Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat Fateh al-Sham bzw. Jabhat al-Nusra) startete mit lokalen FSA-Milizen die sogenannte Operation „Tod oder/vor Demütigung“, welche Eroberungen innerhalb der Stadt zum Ziel sieht. Dafür wurde ein Großangriff auf das südlich gelegene al-Manshiya-Viertel gestartet, wobei auch mehrere Selbstmordattentäter und Tunnel genutzt worden, die unter den Gebäuden und Armeepositionen gesprengt wurden. Auf der Seite der syrischen Regierung kämpfen in Dara’a vor allem örtliche NDF-Milizen, die Syrisch-Arabische Armee ist in der gesamten Region relativ unterrepräsentiert, da es bis auf zwei Ausnahmen nie zu schweren Kämpfen kam seit Anfang 2016.

Die militärische Situation ist relativ unübersichtlich, nach einstimmigen Berichten aber konnte die Opposition in den Gebieten ein wenig vorrücken, wo auch die Selbstmordattentäter genutzt wurden. Diese Bereiche betreffen den sogenannten al-Najar-Distrikt. Aktuelle Quellen sprechen derzeit aber darüber (u.a. die NDF), dass sämtliche Offensiven zurückgestoßen wurden und das gesamte al-Manshiya-Viertel wieder unter Kontrolle ist.

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Die sogenannte „Southern Front“ im Süden Syriens ist die inzwischen wohl ruhigste, aktive Front im gesamten Konflikt. Sie ist mehrheitlich von der FSA dominiert, Islamisten erhalten aber immer mehr Zulauf, desto länger ein faktischer Frieden zwischen FSA und der Regierung dort anhält. Seit den äußerst verlustreichen Offensiven im Jahre 2015 in Richtung Quneitra und schweren Kämpfen in der Stadt Sheikh Masheen fehlt er den dortigen Einheiten an offensiven Kapazitäten. Dara’a selber ist seit Anbeginn des Krieges in zwei Teile geteilt.

 

Bewohner vertreiben Islamisten aus der Stadt

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Beschädigter Pick-Up durch Proteste

Bewohner der syrischen Stadt Kafr Nabudah in Nord-Hama bei den al-Ghab-Ebenen begehrten gestern Abend gegen einen militärischen Konvoi von Ahrar al-Sham & Jaysh al-Nasr auf. Dieser Konvoi mit Dutzenden Kämpfern, Panzern und mehreren bewaffneten Pick-Ups wollte in der Umgebung von Latakia/Tartus eine Offensive gegen Armeepositionen beginnen, wurde aber durch einen wütenden Mob daran gehindert. Die Demonstranten nutzten Steine und Handwaffen und beschädigten derweil einige Pick-Ups und eroberten mehrere Mörser mit dazugehöriger Munition. Dabei starben insgesamt 3 Kämpfer von Ahrar al-Sham, 20 Weitere wurden verletzt. Auch auf Seiten der Bewohner gab es eine unbekannte Anzahl an Toten. Am Ende zogen sich die oppositionellen Kämpfer zurück. Im Anschluss erklärte ein „Bürgerkomitee“ die Stadt zu einer Neutralen Zone, jegliches Betreten einer militärischen Fraktion ist strengstens verboten.

Wahrscheinlich möchte man nach monatelanger Ruhe keine Ausgangsbasis für Kämpfe an einer ruhigen Front sein, die vor allem Zivilisten das Leben erschweren wird respektive durch Artillerie, Luftschläge etc. auch große Schäden verursachen wird. Dabei betonte man vor allem die Rolle als „Flüchtlingslager“, während an aktiven Fronten alle Städte vollkommen verlassen sind.

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Lage in Nord-Hama

Weitere Kilometer östlich von Kafr Nabudah kam es hingegen zu einigen Plänkeleien, die von der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und einigen NDF-Milizen iniitiert wurde. Die SAA versuchte mehrere Checkpoints nördlich von Souran und westlich von Maan zu erobern. Dabei soll man sehr nahe auf Buwaydah vorgerückt sein.

 

Syrien & Türkei beschließen Demarkationslinie bei al-Bab

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SAA vor Tadef

Der russische Verteidigungsminister veröffentlichte in einer Pressemitteilung, dass sich die türkische und syrische Regierung gemeinsam auf eine Demarkationslinie bei al-Bab geeinigt haben. Diese Demarkationslinie soll sich südlich der Stadt al-Bab entlang des M4-Highways befinden. Damit würde das strategische und letzte Ziel der gesamten Operation in Richtung al-Bab der Syrisch-Arabien Armee bei Tadef liegen, eine gut garnisonierte Stadt südlich von al-Bab. Derweil sprach das russische Verteidigungsministerium auch vom Erfolg dieser Operation, angeblich sollen über den gesamten Zeitraum hinweg 650 Kämpfer des Islamischen Staates, 2 Panzer, 4 Truppentransporter, 18 Pick-Ups uvm. getötet/zerstört worden sein. Die Anzahl an getöteten Islamisten scheint aber arg inflationär gehalten, unabhängig von den zugefügten Verlusten durch russische Luftschläge auch in anderen Gebieten bzw. zur Unterstützung der türkischen Operation.

Ob man sich tatsächlich an die Demarkationslinie, den Frieden und gegenseitige Unterstützung hält, bleibt abzuwarten. Die syrischen Milizen als Verbündete der Türkischen Armee bewiesen bereits in der Vergangenheit eine gewisse Eigenwilligkeit, die zu unabsichtlichten Kämpfen mit anderen Fraktionen (SAA, SDF/YPG) führte.

Syrische Armee 1,5km von al-Bab entfernt | Opposition erobert weitere Gebäude in al-Bab

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Lage um al-Bab

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) konnte in der gestrigen Nacht das Dorf Abu Taltal vollständig erobern, welches etwa ~2km vom Ziel al-Bab entfernt ist. Damit stehen zwischen der Armee und al-Bab nur noch Felder und die strategisch wichtige und gut befestigte Stadt Tadef, die sicherlich ein schwer zu eroberndes Ziel sein wird. Derzeit finden schwere Kämpfe um die al-Bab-Getreidesilos und an den Eingängen von Tadef statt, wobei bisher vor allem Artillerie und russisch-syrische Luftschläge beansprucht werden. Das Ziel der SAA ist weiterhin unklar, wahrscheinlich möchte man nicht weiter als bis nach Tadef vordringen.

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Nach offiziellen Angaben von Ahrar al-Sham eroberte man in al-Bab heute die vorher erwähnten Getreidesilos und das Sportcenter  im Süden, was durchaus erstaunliche Erfolge darstellen. Weiteren unbestätigten Gerüchten nach wurde ebenfalls die Moschee Fatimah al-Zahra im Norden der Stadt erobert. Ahrar al-Sham ist erst seit einigen Tagen fest in den Kämpfen von al-Bab involviert, nachdem sie ein Trainingslager („Abu Noor“) in Jarablus errichteten. Ahrar al-Sham ist die zweitgrößte Oppositionsgruppe, welche ebenfalls Beziehungen zu al-Qaida aufweist.