Bewohner vertreiben Islamisten aus der Stadt

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Beschädigter Pick-Up durch Proteste

Bewohner der syrischen Stadt Kafr Nabudah in Nord-Hama bei den al-Ghab-Ebenen begehrten gestern Abend gegen einen militärischen Konvoi von Ahrar al-Sham & Jaysh al-Nasr auf. Dieser Konvoi mit Dutzenden Kämpfern, Panzern und mehreren bewaffneten Pick-Ups wollte in der Umgebung von Latakia/Tartus eine Offensive gegen Armeepositionen beginnen, wurde aber durch einen wütenden Mob daran gehindert. Die Demonstranten nutzten Steine und Handwaffen und beschädigten derweil einige Pick-Ups und eroberten mehrere Mörser mit dazugehöriger Munition. Dabei starben insgesamt 3 Kämpfer von Ahrar al-Sham, 20 Weitere wurden verletzt. Auch auf Seiten der Bewohner gab es eine unbekannte Anzahl an Toten. Am Ende zogen sich die oppositionellen Kämpfer zurück. Im Anschluss erklärte ein „Bürgerkomitee“ die Stadt zu einer Neutralen Zone, jegliches Betreten einer militärischen Fraktion ist strengstens verboten.

Wahrscheinlich möchte man nach monatelanger Ruhe keine Ausgangsbasis für Kämpfe an einer ruhigen Front sein, die vor allem Zivilisten das Leben erschweren wird respektive durch Artillerie, Luftschläge etc. auch große Schäden verursachen wird. Dabei betonte man vor allem die Rolle als „Flüchtlingslager“, während an aktiven Fronten alle Städte vollkommen verlassen sind.

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Lage in Nord-Hama

Weitere Kilometer östlich von Kafr Nabudah kam es hingegen zu einigen Plänkeleien, die von der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und einigen NDF-Milizen iniitiert wurde. Die SAA versuchte mehrere Checkpoints nördlich von Souran und westlich von Maan zu erobern. Dabei soll man sehr nahe auf Buwaydah vorgerückt sein.

 

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