Letztes oppositionelles Viertel in Homs wird evakuiert

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In der zentralsyrischen Stadt Homs wird das Viertel al-Waer evakuiert, welches das seit 2013 zuletzt gehaltene Viertel in der Stadt ist. In den kommenden 2 Monaten soll jedes Wochenende eine bestimmte Menge an Zivilisten & Kämpfern transportiert werden, zu Beginn sind es 1500 Zivilisten und 500 Kämpfer. Diese Personen sollen dann mithilfe der ominösen „Grünen Busse“ nach Jarablus transportiert werden, eine Stadt an der türkischen Grenze unter der Kontrolle der Einheiten der Operation „Euphrates Shields“.

Gerüchte über eine gemeinsame Verhandlung gab es seit letztem Jahr, scheinbar ist es nun zum Durchbruch gekommen. Zuvor sah die Opposition es als Grundbedingung an, 6000 Gefangene freizulassen, welches aber scheinbar fallen gelassen wurde. Durch die durchaus starke Präsenz besaß al-Waer eine gewisse Verhandlungsposition im Gegensatz zu anderen belagerten Orten, denen die militärische Niederlage drohte. Aufgrund dessen konnte wahrscheinlich auch ein ansonsten unbeliebter Transport nach Jarablus beschlossen werden. Danach übernimmt die russische Militärpolizei den Schutz und die Verwaltung des Ortes. Die Anzahl an verbliebenen Einwohnern ist unbekannt, eigene Angaben sprechen von 80.000 Einwohnern. Wesentlich realistischer sind aber maximal 15.000 Einwohner.

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