Huthis präsentieren erste Aufklärungsdrohnen

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Das „jemenitische Verteidigungsministerium“, welches dem ehemaligen Präsidenten Abdullah Saleh und seinen Verbündeten Ansar Allah bzw. Huthi-Rebellen untersteht, konnte in einer neuen Ausstellung vier neue Aufklärungsdrohnen aufzeigen. Diese Drohnen sind völlig in Jemen hergestellt worden, wobei diverse Baukomponente Verbindungen zum Iran und China aufweisen. Malik al-Houthi verkündete bereits vor einigen Wochen in einer Rede, dass der Bau und die Aufrüstung von Drohnen der nächste Schritt sein wird, was sich nun zu bewahrheiten scheint. Die Drohnen heißen Rased, Hudhud, Qasef und Raqeeb.

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Syrische Armee dringt in Ost-Hama gegen den IS vor

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Die Syrisch-Arabische Armee konnte mit der Unterstützung der russischen Luftwaffe entschiedene Fortschritte in den Bergen und Wüsten von Ost-Homs verzeichnen. Nordwestlich von der antiken Wüstenstadt Palmyra/Tadmur konnte man das Gasfeld al-Shaer zurückerobern, welches zuvor bei der IS-Offensive auf Palmyra 2016 verloren wurde. Speziell ausgebildete Einheiten des 5th Corps namens „ISIS Hunters“ und die 11th Tank Division konnten mit der Eroberung sowohl das zuvor bedrohte T4-Flugfeld von der Nordflanke her sichern, als auch dem Islamischen Staat in Ost-Homs schwächen. Zu der Eroberung kommen ebenfalls die Berge Jabal Sawanah, Jabal Shair, Tall Sawwan und südliche Teile von Tall Qittar.

Die territorialen Zugewinne versetzen die Armee in eine strategisch sehr gute Position für Ost-Homs, nur noch einige Kilometer trennen eine Verbindung zur Khanaser-Straße weiter nördlich. Dies würde eine Belagerung der Gebiete des IS in Ost-Homs bedeuten. Ost-Homs ist äußerst gebirgig und militärisch ein sehr schwieriges Territorium, weshalb es bisher keine wirklichen Anstrengungen gab, dort weiter vorzudringen. Mit einer Eroberung würden auch Überfälle auf nahe liegende Städte und Straßen enden, wofür der IS bekannt ist.

PMU erobert assyrische Ruinenstadt im Irak

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PMU in al-Hadra

Irakische Milizen unter dem Dach der PMU („Volksmobilmachungskräfte“) führten die am Dienstag gestartete Operation „Prophet Mohammed“ fort und eroberten die assyrische Ruinenstadt al-Hadra im Süden Mossuls bzw. der Nirnaweh-Provinz.

Während am Mittwoch die nördlichen Ruinen umkreist und unter wenigen Kämpfen erobert wurden, konnte man erst am Donnerstag die restliche Altstadt unter seine Kontrolle bringen. Ebenfalls befreit wurden die Dörfer Saadan, Saidyia, Um Kareez, Ghanim Al-Awad Haraj, Um Al-Ajareej, Ruma und Tareeta. Nach eigenen Angaben konnte man in der al-Karaj-Region 20 Dörfer erobern, 90 IS-Kämpfer töten und 20 Autobomben entschärfen.

Mindestens 600 PMU-Kämpfer sollen nach eigenen Angaben aus der dortigen Region kommen. Ebenfalls laut eigenen Aussagen kehrten unverzüglich viele ehemalige Bewohner in ihre Dörfer zurück, die zuvor von Sprengstoffen entschärft wurden, darunter auch eine Autobombe. Die PMU-Führung gab an, dass nach der Operation eine Offensive in Richtung der syrischen Grenze beginnen wird. Der PMU ist es bis auf wenige Ausnahmen nicht gestattet, an der Mossul-Offensive teilzunehmen, vor allem war eine Beteiligung im Osten strikt untersagt.

Israel attackiert erneut Damaszener Flughäfen

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In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag kam es zu mehreren Luftschlägen auf den Damaszener Flughafen und den weiter westlich gelegenen Mezzeh-Militärflughafen, für die die israelische Luftwaffe verantwortlich zu sein scheint. Dabei soll ein Tankfahrzeug, welches auch für die große und laute Explosion verantwortlich ist, und mehrere Depots zerstört worden sein, die laut israelischen Angaben Waffen und Munition für die Hisbollah bereithielt.

Der Damaszener Flughafen wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt, viele Flugzeuge aus dem Iran mit „geheimen“ Truppen und Waffen landen dort, weswegen man dort auch einen Umschlagplatz für die Hisbollah vermutet. Der genau verursachte Schaden ist bisher ungeklärt, angeblich kam es zu keinen Toten und nur zu materiellen Schäden. Anwohner berichteten zuvor von einem lauten Knall um 3:30 Uhr.

Edit: Laut Berichten handelte es sich doch nicht um Luftschläge sondern Raketenangriffe.

Schwere Kämpfe zwischen kurdischen und türkischen Einheiten in Syrien

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al-Darbasayah

Im Nordosten Syriens kam es am Mittwoch Abend zu schweren Ausschreitungen zwischen türkischer Armee und kurdischen Einheiten der YPG. Harte Kämpfe fanden in der kleinen Stadt al-Darbasyah nördlich von Hasakah statt, wobei genauere Gründe und die Situation auf dem Boden ungeklärt sind. Laut türkischen Quellen attackierte man ein „PKK-Hauptquartier“, welches den Schmuggel von Waffen über die türkische Grenze hinweg ermöglichte und zerstörte diese Versorgungslinie. Laut bisherigen Schätzungen starben dabei mindestens zehn YPG-Kämpfer, mehrere Fahrzeuge wurden zerstört. Es kam ebenfalls zu weiteren Plänkeleien in Senyurt und Aradah, wobei dort nur der Beschuss von türkischen Panzern bestätigt ist.

Laut pro-kurdischen Medien hingegen wurden bisher zwei türkische Panzer mithilfe von ATGMs getroffen und 3 Soldaten getötet, wobei all diese Angaben unbestätigt sind. Ebenfalls soll man einige türkische Soldaten in der Grenzregion um Afrin getötet haben, wo es über den ganzen Tag hinweg zu Artilleriebeschuss kam. Die Internationale Koalition und die USA reagierten bis jetzt zögerlich auf die türkischen Aktionen, Pressesprecher der YPG/SDF forderten in den letzten Tagen mehrmals zu einer Flugverbotszone für Nordsyrien auf, die die SDF vor weiteren türkischen Angriffen schützen würde.

Die Angriffe entstehen zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. In Syrien ist die YPG/SDF derzeitig in einer Offensive gegen den IS um Raqqah beschäftigt, die Angriffe gleichen damit einem „Stoß in den Rücken“. Es gab bereits in letzter Zeit Gerüchte über eine kommende Offensive der türkischen Armee gegen die YPG in der Grenzregion um Tel Abyad. Nun folgen von türkischer Seite erste Eskalationen.

PMU startet neue Offensive südlich von Mossul

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Rot: Unter Kontrolle der irakischen Regierung, Gelb: Neu erobertes Territorium

Irakische Milizen unter dem Dach der PMU („Volksmobilmachungskräfte“) starteten am Dienstag eine neue Offensive im Süden der Provinz Nirnaweh und Mossuls. Die Operation „Prophet Mohammed“ soll die Region al-Khathir erobern. Bisher wurden u.a. die Hügel und Dörfer Alwani, Ain Sadeed, Tal Halala, Jaf Khail, Tal Rajam, Kabeer Helliam, Tell Musaltan, al-Dabeesa und Khanifis erobert. Insgesamt wurden 12 Dörfer vom Islamischen Staat zurückgewonnen.

Mindestens 600 PMU-Kämpfer sollen nach eigenen Angaben aus der dortigen Region kommen. Ebenfalls laut eigenen Aussagen kehrten unverzüglich viele ehemalige Bewohner in ihre Dörfer zurück, die zuvor von Sprengstoffen entschärft wurden, darunter auch eine Autobombe. Die PMU-Führung gab an, dass nach der Operation eine Offensive in Richtung der syrischen Grenze beginnen wird. Der PMU ist es bis auf wenige Ausnahmen nicht gestattet, an der Mossul-Offensive teilzunehmen, vor allem war eine Beteiligung im Osten strikt untersagt.

Türkei bombardiert kurdische Stellungen im Irak & Syrien

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Überreste einer Basis bei Shinqal

Die türkische Armee hat mehrere Stellungen der kurdischen YPG/YBS im Norden Syriens und im Irak mit Luftschlägen angegriffen. Dabei sollen bisher mindestens 20 Menschen gestorben sein, darunter auch eine unbekannte Anzahl an Zivilisten. Die am Dienstagmorgen getroffenen Gebiete befinden sich insgesamt in der Sinjar-Region, angegriffen wurden die Stellungen „Dari Gali Karse“ auf dem Berg Shingal im Irak und der Berg Karachok nahe der Stadt Derik in Syrien. Dabei sollen auch fünf Peschmerga-Kämpfer getötet worden sein, die als militärischer Flügel der KDP ein Verbündeter der Türkei bzw. Erdogans ist.

Das türkische Militär bestätigte, am frühen Dienstagmorgen Luftangriffe gegen die PKK „und die Verlängerungen dieser Organisation in Syrien und im Irak“ geflogen zu haben. Ziel sei die „Zerstörung dieser Terrornester“ in Nordostsyrien und im Nordirak gewesen. Mit den Einsätzen solle verhindert werden, dass kurdische Rebellen, Waffen, Munition und Sprengsätze aus diesen Gebieten in die Türkei gelangen, teilte das Militär mit.

Die Angriffe entstehen zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, Sinjar im Irak befindet sich derzeit an den aktivsten Frontlinien des IS im Irak, es kommt regelmäßig zu Ausbruchsversuchen aus dem belagerten Tel Afar und der restlichen Nirnaveh-Provinz. In Syrien hingegen ist die YPG/SDF derzeitig in einer Offensive gegen den IS um Raqqah beschäftigt, die Angriffe gleichen damit einem „Stoß in den Rücken“. Es gab bereits in letzter Zeit Gerüchte über eine kommende Offensive der türkischen Armee gegen die YPG in der Grenzregion um Tel Abyad.