Oppositionelle Verteidigungslinien in Nord-Hama stark geschwächt

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Der Vorstoß der Syrisch-Arabischen Armee, syrischen und iranischen Milizen geht nach der Eroberung von Tibet al-Imam im Norden der Provinz Hama unbeirrt weiter. In der nordwestlichen Umgebung von Tibet al-Imam wurden viele Dörfer, militärische Kontrollpunkte und Hügel erobert. Dazu zählen Tell al-Mantar, Lahayah, Syriatel, Mintar hill, Khirbet Saman und das Dorf Buwaydah. Der nördlichste Punkt der bisherigen Eroberungen stellt die Fahrschule zwei Kilometer südlich von Morek dar, welches von der NDF bestätigt wurde. Primäre Streitkräfte dort auf Seiten der Armee sind die „Tiger Forces“ und das 5th Corps, beides sehr gut ausgebildete und effektive Einheiten.

Ebenso entscheidend waren aber auch die Eroberungen in Richtung von Halfaya, dem nächsten größeren Ziel der Gegenoffensive. Man drang nun westlich von Tibet al-Imam weiter vor und eroberte die Dörfer Kufayr Taiba und umgebene Farmen, tTell al-Nasiriyah und Zour-Al-Nasrieh. Derzeit herrscht Unklarheit über die Kontrolle von Sansaneh südlich von Halfaya, Ahrar al-Sham behauptet dieses Dorf zurückerobert zu haben. Nichtsdestotrotz ist die Stadt damit von 3 Seiten bedroht, ein Rückzug der letzten verbliebenen Kräfte der Opposition wäre bei längerem Aufenthalt nur unter schweren Feuer ermöglicht. Der Fall der Stadt würde den Zusammenbruch der oppositionellen Verteidigungslinien in Nord-Hama bedeuten, erst wenige Kilometer nördlich gibt es mit Morek und al-Lataminah strategische Städte, wobei beide Orte regelmäßig von Luftschlägen betroffen sind. Der Vorstoß ist auch ein wichtiger Indikator dafür, dass man langfristig die Frontlinien in Nord-Hama stabilisieren möchte, nachdem es jedes Jahr zu einer neuen Offensive kommt.

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NDF bei Halfaya

 

Die ersten Tage der Offensive begannen mit einer Blitzoffensive auf die an der Front liegenden Städte: Schwere Kämpfe in Souran und Kawkab dauerten bis in die Nacht hinein an, letzten Endes konnten die Ortschaften aber problemlos erobert werden. Wie inzwischen üblich begann man die Offensive mit schwerem Artilleriebeschuss und 2 Selbstmordattentätern (SVBIED), die für die größten Verluste sorgten und Löcher in den Verteidigungspositionen der Armee aufriss. Diese wurden dann geschickt ausgenutzt und die Moral der Soldaten gebrochen. Kurz nach dem Fall von Souran konnte man die umliegenden Städte (u.a. Ma’ardes) ebenfalls unter seine Kontrolle bringen. Nach Angaben von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat Fateh al-Sham, oder Jabhat al-Nusra) handelte es sich bei den zwei Städten um die Hauptverteidigungslinie der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) bzw. NDF, Milizen die dazu dienen ihre Heimatorte zu verteidigen. Später fielen alle Städte bis nach Arzeh. Einige Tage später konnte die Offensive 10km nördlich von Hama mithilfe von Verstärkungen kontinuierlich zurückgeschlagen werden und befindet sich nun fast auf ihren Ausgangspunkt.

 

Auf Seiten der Opposition ist Tahrir al-Sham die antreibende Kraft. Diese wird unterstützt von Jaish al-Izza, Jaysh al-Nasr, Ajnad al-Sham, Ajnad al-Kavkaz, Turkmen Islamic Party, Ahrar al-Sham, Faylaq al-Sham und Free Idlib Army (FSA).

Auf Seiten der Regierung sind hingegen die Syrisch-Arabische Armee, Qalamoun Shield Forces, Harakat al-Nujaba, NDF, Ba’ath-Brigaden, Tiger Forces, Cheetah Forces, Leopard Homs, Hisbollah und Revolutionsgarden präsent.

 

 

 

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