SDF befreit Tabqa völlig vom IS

 

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Arabische und kurdische SDF-Einheiten konnten nach Wochen von Kämpfen gegen den IS die Stadt Tabqa nahe Raqqah vollständig unter ihre Kontrolle bringen. Die Stadt war zuvor wichtiges Zentrum des Islamischen Staates, da es ebenfalls die Kontrolle über die Region um Raqqah sicherte. Für die Eroberungen wurden amerikanische Spezialeinheiten zugezogen, die in einem nächtlichen Überfall den Euphrat überquerten und westlich von Tabqa landeten. Dieses Kontrollgebiet wurde durch unterstützende Einheiten später auf größere Teile südlich und westlich der Stadt ausgedehnt, darunter auch die Tabqa-Luftbasis, die trotz der starken Demolierung durch den IS für die USA wieder operationsfähig gemacht werden könnte. Der amphibischen Landung folgte ein östlicher Vorstoß, der einen Belagerungsring entstanden lies. Nach brutalen Häuserkämpfen und Dutzenden Toten auf beiden Seiten entschied sich das Schicksal der verbliebenen IS-Kämpfer im Viertel Vadah und dem Tabqa-Staudamm im Norden. Nach diplomatischen Verhandlungen entschloss man sich ähnlich wie in Manbij, die Kämpfer mit ihren Familien nach Raqqah ziehen zu lassen.

Die Stadt Tabqa befindet sich 40km westlich von der faktischen Hauptstadt des Islamischen Staates und war in der Vergangenheit bereits ein infrastrukturell wichtiger Punkt, da sich dort der Assad-Stausee und der gleichnamige Staudamm befindet, der weite Teile des Landes mit Strom versorgt. Zugleich ist er ein wichtiger Brückenkopf für die Gebiete südlich des Euphrates und besitzt die berüchtigte Tabqa-Luftbasis, an der Einheiten der FSA und IS (damals ISIL) ein Massaker an den belagerten Soldaten der syrischen Armee begangen.

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