Mehrere Oppositionsviertel in Damaskus schließen Frieden & kapitulieren

Mehrere von der Opposition gehaltene Viertel im Osten und Süden der syrischen Hauptstadt schlossen Verträge mit der syrischen Armee bzw. Regierung mit der Absicht, die jeweiligen Bezirke zu räumen und zuvor Frieden zu schließen. So sollen im Süden Teile des Yarmouk-Viertels von Tahrir al Sham (HTS, ehemals bekannt als Jabhat Fateh al-Sham oder Jabhat al-Nusra) geräumt werden. Yarmouk ist ein ehemaliges Flüchtlingslager der Palästinenser, wie es mehrere davon in ganz Syrien gibt. Zuvor gab es bereits seit mehreren Jahren eine Waffenruhe zwischen Syrisch-Arabischer Armee (SAA) und HTS, weshalb dieser Schritt nichts unerwartetes ist. Angeblich sollen mindestens 1.000 Menschen (Kämpfer und ihre Familien) nach Idlib evakuiert werden. Damit bleibt nur noch eine weitere islamistische Fraktion in weiteren Teilen Yarmouks übrig, die vor einigen Jahren dem Islamischen Staat ihre Treue schwor (ansonsten aber nur ideologisch Beziehungen aufweist).

C_OzZSTW0AEhCEV.jpg

Hinzu kommen mehrere Viertel weiter westlich von Damaskus, in der Nähe von Ost-Ghouta. Die Viertel Barzeh und Qaboun sollen für 24 Stunden eine Waffenruhe beschlossen haben, es ab weitere Gerüchte über einen kompletten Rückzug und einer ähnlichen Evakuierung wie in Yarmouk, die bereits morgen beginnen soll. In den Viertel kam es in den letzten Monaten zu heftigen Kämpfen, die SAA unter der Führung der Republikanischen Garde und 4th Division konnte langsam, aber stetig Fortschritte im Osten und Süden verzeichnen. Durch das besonders urbane Territorium erlitten beide Seiten größere Opfer und die umkämpften Gebiete bestehen nur noch aus Schutt. Nachdem die Lage durch die Zerstörung von Versorgungstunneln nach Ost-Ghouta sich verschlechtert hat, sah man sich wohl dazu gezwungen einzulenken. Vor einem Monat wurde ein ähnlicher Vertrag abgelehnt.

Advertisements