IS tötet dutzende Dorfbewohner in Ost-Hama

Der Islamische Staat griff mehrere Dörfer und Kontrollpunkte im Osten der Provinz Hama an und tötete bei diesen Überfällen mehrere Dorfbewohner. In der Umgebung von Aqarib kam es zu schweren Kämpfen zwischen dem IS und der dortig stationierten NDF-Milizen. Zu Beginn des überraschenden Angriffes durchtrennte man die Versorgungsstraße zwischen Salmaniya und al-Saan, gefolgt von der Eroberung der Dörfer Aqrab und Mabujah (laut der dem IS nahe stehenden Nachrichtenagentur AMAQ). Durch die Unterstützung von weiteren NDF-Milizen aus der Region konnte der IS aber nach wenigen Stunden auf seine ursprüngliche Positionen zurückgedrängt werden.

Innerhalb dieser weniger Stunden jedoch verursachte er ein Massaker an der Bevölkerung: Zwischen 30 bis 50 Zivilisten wurden umgebracht, darunter mehrere Frauen und Kinder. Die Zahlen sind momentan nur Schätzungen, die Anzahl könnte weiterhin steigen. Mindestens 20 Kämpfer wurden ebenfalls getötet oder verletzt.

Diese Art von Überfällen ist nichts neues für den Islamischen Staat, besonders in dieser bergigen Region kommt es oft zu Plänkeleien entlang den Versorgungsstraßen mit dem Ziel, neues Kriegsgerät zu beschaffen. Ein ähnliches Massaker gab es zuletzt 2015, wo in einem Dorf in der Nähe ebenfalls 46 Menschen umgebracht wurden.

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