USA bombardiert syrische Einheiten

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Die wie oben abgebildete Miliz Kataib Imam Ali soll von den Luftschlägen getroffen sein

Die „Internationale Anti-IS-Koalition“ bombardierte Donnerstag Abend einen Konvoi syrisch-schiitischer Milizen an, wie ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums gegenüber Buzzfeed bestätigte. Damaskus bestätigte ebenfalls, dass die Syrisch-Arabische Armee (SAA) nicht getroffen wurde. Dabei sollen 4 Panzer, 4 Pick-Ups und mehrere Shilkas zerstört worden sein, hinzu kommen laut unbestätigten Berichten 6 Tote. Laut der USA schoss man auf den Vorderteil des Konvois, um ihn zum umdrehen zu bewegen. Der Konvoi befand sich auf dem Weg zum Kampf in der Region um al-Tanaf an der syrisch-irakischen Grenze, wo seit Wochen ein Kampf zwischen SAA (und verbündeter Milizen) und verschiedenen, von den USA, Jordanien und Großbritannien unterstützten FSA-Milizen stattfindet.

Angeblich war Russland ebenfalls involviert gewesen, laut einigen amerikanischen Sprechern hatte man sie frühzeitig gewarnt. Außerdem soll sie die dortigen Milizen über diesen Vorfall gewarnt haben, was aber ignoriert wurde.

Trotz der Angaben von Damaskus und der USA könnten nach einigen Angaben wohl doch Einheiten der SAA (und andere Gruppierungen) getroffen sein, die derzeitige Situation ist unklar.

Die dort stationierten FSA-Einheiten sind in erster Linie die Nachfolger der „Neuen Syrischen Armee“, die „Fedal al-Tawhra“ und die „Ahmel Abdo-Streitkräfte“. Beide waren zuvor im Kampf gegen den Islamischen Staat in der syrischen Wüste involviert gewesen, hatten aber seit der gescheiterten Offensive auf Abu Kamal eine untergeordnete Rolle eingenommen. In dieser Offensive wurden Einheiten mithilfe von amerikanischen Helikoptern an ihren Zielort geflogen, nachdem sie ein Training für Fallschirmabwürfe absolvierten. All dies ist repräsentativ für die massive Unterstützung der USA für die dortigen Einheiten. So wurden auch wenige Tage zuvor etwa 150 amerikanische Spezialeinheiten vorgeschickt mit dem Ziel, wichtige Figuren in den Strukturen des Islamischen Staates in Abu Kamal auszuschalten.

Insofern sind derartige Aktionen besonders von der Trump-Administration nicht unerwartet gewesen, dennoch handelt es sich um eine neue Art der Eskalation, vor allem wenn das Ziel wie beschrieben schiitische Milizen waren. Der USA geht es ganz klar darum, dass die syrische Regierung bzw. Armee keine Landverbindung mit dem Irak aufbauen kann, deswegen operieren sie entlang der Grenze mit der FSA im Süden und der SDF im Norden. Syrien und Irak sind bekannt für eine enge Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus (nicht nur der IS), der Transport von irakischen und iranischen Waffen und Milizen/Einheiten würde dadurch erleichtert werden. Und damit auch der Kampf gegen die syrische Opposition.

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