Syrische Armee erobert 1000km² vom IS

 

 

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Einheiten der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und verbündete Milizen starteten am Dienstag eine Überraschungsoffensive auf die Positionen des Islamischen Staates im Osten der Provinz Homs und konnten innerhalb weniger Stunden über 1000km² Territorium erobern. Involviert waren in erster Linie die 11. Infanteriedivision und die Miliz „Qalamoun Shield“.

Das eroberte Territorium östlich von al-Qaryatayn ist vor allem eine gebirgige Region, einzig strategisch nützlich sind dort die Highways in Richtung Homs. Denn dadurch müssten Einheiten und Nachschub nicht mehr über den N2-Highway organisiert und transportiert werden, was die Nachschublinien in Richtung syrischer Wüste unnötig verlängert hat. Dadurch wird aber auch eine mögliche Verbindung zwischen der Opposition in Dumayr im Osten Damaskus und Ost-Suweida in der syrischen Wüste verhindert. Die Opposition in Dumayr pflegte in der Vergangenheit gute Beziehungen zur syrischen Regierung und kämpften gemeinsam gegen den Islamischen Staat. Derzeit existiert eine faktische Waffenruhe zwischen beiden Fraktionen.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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