PMU erobert al-Qayrawan

Milizen unter dem Dach der PMU („Volksmobilmachungskräfte“) starteten am Freitag eine neue Offensive im Süden der Provinz Nirnaweh und Mossuls. Die Operation  soll die Region um al-Qayrawan erobern, welches auf halbem Weg zwischen Mossul und der irakisch-syrischen Grenze liegt. In einer überraschenden Nachtoperation stürmte die PMU unter dem Kommando von Hadi al-Amari al-Qayrawan und umliegende Dörfer, darunter Hazel Al-Ghabyia und Tal Hathil. Damit ist die gesamte Region befreit. Nächstes Ziel wird wohl Ba’aj sein, die letzte größere Stadt die die irakische Regierung von der syrisch-irakischen Grenze im Nordwesten trennt.

Besondere Aufmerksamkeit genossen die geflohenen Jesiden in Sinjar und deren Rückkehrer in die neu befreiten Gebiete. Führende Persönlichkeiten der PMU trafen sich mit Stammesführern der Jesiden. Erste Reaktionen sind bereits ersichtlich: Viele Jesiden kehrten aus Sinjar zurück, welches bisher vom irakischen Kurdistan unterdrückt und einem Embargo ausgesetzt ist. Viele jesidische Milizen schlossen sich durch die neue Landverbindung der PMU an, so z.B. die YBS oder das Kojo-Regiment.

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