PMU nähert sich der syrischen Grenze

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Ba’aj ist südwestlich auf der Karte

Milizen unter dem Dach der PMU („Volksmobilmachungskräfte“) starteten am Donnerstag eine neue Operation mit dem Ziel, bis an die irakisch-syrische Grenze im Westen vorzudringen. Dieser Offensive vorausgegangen war die Eroberung von al-Qayrawan südlich von Sinjar, etwa 30km östlich von al-Ba’aj. Al-Ba’aj ist das Zwischenziel auf dem Weg zur Landesgrenze und stellt neben al-Jazirah weiter nördlich die letzten Städte unter Kontrolle des Islamischen Staates in der Region dar.

Zu Beginn stieß man in den Dörfern südlich von al-Qayarawan vor, darunter Al-Qahtanyia, Arfeaa, Quba Al-Wahbi und Kojar. Die PMU scheint inzwischen immer öfters auf Nachtoperationen zurückzugreifen, da sowohl al-Qayrawan als auch Teile der hier aufgezählten Dörfer in der Nacht erobert wurden.

Besondere Aufmerksamkeit genossen die geflohenen Jesiden in Sinjar und deren Rückkehrer in die neu befreiten Gebiete. Führende Persönlichkeiten der PMU trafen sich mit Stammesführern der Jesiden. Erste Reaktionen sind bereits ersichtlich: Viele Jesiden kehrten aus Sinjar zurück, welches bisher vom irakischen Kurdistan unterdrückt und einem Embargo ausgesetzt ist. Viele jesidische Milizen schlossen sich durch die neue Landverbindung der PMU an, so z.B. die YBS oder das Kojo-Regiment.

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