Syrische Armee verzeichnet neue Gewinne im Osten Aleppos

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Eliteeinheiten der Syrisch-Arabische Armee (SAA) unter dem Kommando der „Tiger Forces“ und Suleil al-Hassan führten ihren militärischen Vorstoß im Osten der Provinz Aleppo weiter fort und konnten auf einer breiten Front vorrücken. So konnten sie sich auf drei Kilometern an Maskaneh annähern  und mehrere Dörfer südlich des Ortes einnehmen. Somit wurden die Dörfer Mawalah Saghir,  Kabir, Mustriya, Butish, Ramadan, Tasat, Khirbet al-Dib, Khirbet al-Hasan, Shiha-Wadi al-Mawalah, Abbas, al-Bouduna, Qari, Um al Hawra-Karmah-Jub Al Nina, Abu Sousa und Hamidiya

Die Offensive agiert derzeit in zwei Richtungen. Eine davon geht in Richtung Tabqa, also südwestlich von Maskaneh um die Stadt zu umkreisen. Die Zweite hingegen attackiert die Dörfer östlich des Jabbul-Sees, was in erster Linie Wüstengebiet darstellt und wo aufgrund der Fortschritte in gewisser Weise ein „Machtvakuum“ entstanden ist. Ziel wird es wohl sein, die einzige Landverbindung in Richtung Aleppo (die Khanaser-Straße) von weiteren Überfällen des IS zu schützen, wie es in der Vergangenheit und am Mittwoch erst wieder der Fall war.

Die Offensive im Osten wurde Ende März gestoppt und viele Einheiten nach Nord-Hama entlang des M4-Highways transportiert, da die dortige Opposition eine Überraschungsoffensive startete. Mit den nun vereinbarten „Deeskalationszonen“ bzw. regionalen Waffenruhen ist nicht zu erwarten, dass ein derartiges Ereignis erneut eintreffen wird.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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