Kämpfe in Zentrallibyen

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In der zentralen Provinz al-Jufra in Libyen kam es zu Kämpfen zwischen der Tobruk-Regierung unter der Führung von Khalifa Hafta (unterstützt durch Ägypten & Russland) und den Benghazi-Verteidigungsbrigaden, die unabhängig unter dem islamistischen Shurarat der Benghazi-Revolutionäre agieren.

Die Kämpfe fanden in den Städten Waddan, Zillah, Hun, Sawkna und der al-Jufra-Luftwaffenstützpunkt statt, die allesamt von der der Tobruk-Regierung unterstehenden libyschen Nationalarmee erobert wurden. In Waddan schossen bewaffnete Bürger auf Kämpfer der Benghazi-Verteidigungsbrigaden, was zu insgesamt 13 Toten führte. Die Kämpfer sollen sich Berichten zufolge zum Luftwaffenstützpunkt begeben haben, wurden aber von angeblichen Sympathisanten der Nationalarmee angegriffen. In den Nächten zuvor gab es viele Luftschläge auf die Positionen der Verteidigungsbrigaden, Ägypten selber flog ebenfalls mehrere Luftangriffe auf die Stadt Hun mit der Legitimation, Terroristen zu bekämpfen. Ägypten begann mit den Luftschlägen auf Derna und Hun, nachdem der Islamische Staat erneut die christlichen Kopten in Ägypten angegriffen hatten.

Der Luftwaffenstützpunkt hingegen wurde ohne große Kämpfe eingenommen, da sich die Verteidigungsbrigaden am Samstag Morgen friedlich zurückgezogen haben. Damit befindet sich die gesamte Provinz unter der Kontrolle der Tobruk-Regierung. Der Verbindungen zu al-Qaida aufweisende Shurarat verliert damit zum zweiten Mal sein Hauptquartier durch die libysche Nationalarmee, nachdem sie vor zwei Jahren aus Benghazi vertrieben wurden.

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