Syrische Armee dringt in syrischer Wüste vor

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Milizen konnten im Westen der syrischen Wüste bzw. im Osten der Provinz Suweida erneut Erfolge im Kampf gegen FSA-Milizen verbuchen. So konnten nach tagelangen Kämpfen die Regiom um al-Dawka erobert werden. Darunter fallen mehrere Hügel wie z.B. Mustaba, als auch mehrere Kontrollpunkte wie Madajin. Eine Straße in Richtung Damaskus ist damit nun gesichert. Ebenfalls ist das Tishreen-Elektrizitätswerk nun nicht mehr irgendwelchen Angriffen ausgesetzt. Die Dumayr-Luftbasis weiter nördlich soll bisher unbestätigten Berichten zweimal den Angriffen der FSA-Milizen ausgesetzt gewesen sein, wodurch ein Jet zerstört wurde. Derartige Vorfälle werden dadurch auch verhindert.

Neben der syrischen Wüste konnte die SAA aber auch am Donnerstag südlich von Tadmur/Palmyra vordringen und die Region um Tal al-Fari vom Islamischen Staat befreien.

Die dort stationierten FSA-Einheiten sind in erster Linie die Nachfolger der „Neuen Syrischen Armee“, die „Fedal al-Tawhra“ und die „Ahmel Abdo-Streitkräfte“. Die Region um Badya al-Sham wurde von der USA faktisch als eigenes Territorium abgesteckt, wo seine Stellvertreter von den USA in Jordanien trainiert und dann über die Grenze transportiert werden. Die dortigen FSA-Milizen waren zuvor im Kampf gegen den Islamischen Staat in der syrischen Wüste involviert gewesen, hatten aber seit der gescheiterten Offensive auf Abu Kamal eine untergeordnete Rolle eingenommen. In dieser Offensive wurden Einheiten mithilfe von amerikanischen Helikoptern an ihren Zielort geflogen, nachdem sie ein Training für Fallschirmabwürfe absolvierten. So wurden auch wenige Tage zuvor etwa 150 amerikanische Spezialeinheiten vorgeschickt mit dem Ziel, wichtige Figuren in den Strukturen des Islamischen Staates in Abu Kamal auszuschalten. All dies ist repräsentativ für die massive Unterstützung der USA für die dortigen Einheiten. Den USA geht es in erster Linie darum, einen Landzugang zwischen Syrien und Irak zu verhindern.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine. Dafür müssen Großteile der syrischen Wüste erobert werden, um einen Erfolg der Operation zu garantieren bzw. auch eine Landverbindung mit Deir ez-Zor aufzubauen.

 

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