USA attackiert Regierungsverbündete zum dritten Mal in Syrien

Amerikanische Luftstreitkräfte bombardierten erneut am Donnerstag einen Konvoi syrischer Einheiten, wie ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums gegenüber CNN vermeldete. Der Konvoi soll sich wie die Male zuvor dem Grenzübergang al-Tanf im Süden der syrisch-irakischen Grenze angenähert und dabei den von der USA deklarierten „Deeskalationsradius“ von rund 70km übertreten haben. Der Konvoi soll angeblich zuvor gewarnt worden sein, bevor man ihn direkt attackierte. Derzeitige Verluste sind bisher unklar, bisher spricht man von zwei beschädigten Transportern und einer zerstörtetn iranischen Drohne des Typs Shahed 129.

Interessanterweise zeigten Drohnenaufnahmen des letzten Angriffes die Treffer. Dabei war ein etwa 55km entfernter Gebäudekomplex zu sehen, der aber scheint eher Teil einer statischen Front ist, da die veröffentlichten Drohnenaufnahmen weiterhin die Präsenz von regierungsunterstützenden Kämpfern am gleichen Ort zeigte.

Am 8. Mai und 6. Juni gab es ähnliche Vorfälle, wo anrückende schiitische Milizen ebenfalls angegriffen und getötet wurden. Der Konvoi befand sich auf dem Weg zum Kampf in der Region um al-Tanf an der syrisch-irakischen Grenze, wo seit Wochen ein Kampf zwischen Syrisch-Arabischer Armee (und verbündeter Milizen) und verschiedenen, von den USA, Jordanien und Großbritannien unterstützten FSA-Milizen stattfindet.

Die dort stationierten FSA-Einheiten sind in erster Linie die Nachfolger der „Neuen Syrischen Armee“, die „Fedal al-Tawhra“ und die „Ahmel Abdo-Streitkräfte“. Die Region um Badya al-Sham wurde von der USA faktisch als eigenes Territorium abgesteckt, wo seine Stellvertreter von den USA in Jordanien trainiert und dann über die Grenze transportiert werden. Die dortigen FSA-Milizen waren zuvor im Kampf gegen den Islamischen Staat in der syrischen Wüste involviert gewesen, hatten aber seit der gescheiterten Offensive auf Abu Kamal eine untergeordnete Rolle eingenommen. In dieser Offensive wurden Einheiten mithilfe von amerikanischen Helikoptern an ihren Zielort geflogen, nachdem sie ein Training für Fallschirmabwürfe absolvierten. So wurden auch wenige Tage zuvor etwa 150 amerikanische Spezialeinheiten vorgeschickt mit dem Ziel, wichtige Figuren in den Strukturen des Islamischen Staates in Abu Kamal auszuschalten. All dies ist repräsentativ für die massive Unterstützung der USA für die dortigen Einheiten. Den USA geht es in erster Linie darum, einen Landzugang zwischen Syrien und Irak zu verhindern.

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