Syrische Armee erreicht irakische Grenze

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Die Syrisch-Arabische Armee konnte überraschenderweise die syrisch-irakische Grenze im Süden der beiden Länder erreichen, wie das russische Verteidigungsministerium in einem Report berichtet. Die Karte zeigt nordöstlich des Grenzüberganges al-Tanf eine kleine Straße zwischen Palmyra und dem irakischen al-Rutbah unter der Kontrolle der Armee, die durch die kleine Geisterstadt al-Bawdah verläuft, so wie es das Verteidigungsministerium angegeben hat.

Die Umstände für diese Entwicklung sind ungeklärt, da es von Kämpfen keinerlei Berichte gab ist davon auszugehen, dass in den Hinterzimmern zwischen Russland und der USA etwas beschlossen wurde. Die USA besitzt in al-Tanf und einem Außenposten weiter nördlich eine militärische Präsenz. Vor allem würde diese Entwicklung den eigentlichen Plan der USA durchkreuzen, eine Landverbindung unter der Kontrolle der syrischen und irakischen Regierung zu verhindern. Auch wird den von den USA, Jordanien und Großbritannien trainierten und finanzierten FSA-Milizen ein Vorstoß nach Norden verhindert, wo sich das Kerngebiet des Islamischen Staat befindet und das Hauptargument der USA für die dortige Präsenz der Kampf gegen (mit der FSA gegen die Armee) den IS verwirkt wird.

Derzeit ist dieser schmale Streifen unter der Kontrolle der syrischen Armee ziemlich bedeutungslos, da er keine wirkliche Infrastruktur für den Transport verfügt und schlecht als Operationsbasis für davon ausgehenden Offensiven bietet. Dennoch ist diese Entwicklung augenscheinlich vor allem zum Vorteil der syrischen Regierung und verbündeter Milizen.

In der Vergangenheit gab es Vorfälle, wo anrückende schiitische Milizen von den amerikanischen Luftstreitkräften auf dem Weg nach al-Tanf angegriffen und getötet wurden.

Die dort stationierten FSA-Einheiten sind in erster Linie die Nachfolger der „Neuen Syrischen Armee“, die „Fedal al-Tawhra“ und die „Ahmel Abdo-Streitkräfte“. Die Region um Badya al-Sham wurde von der USA faktisch als eigenes Territorium abgesteckt, wo seine Stellvertreter von den USA in Jordanien trainiert und dann über die Grenze transportiert werden. Die dortigen FSA-Milizen waren zuvor im Kampf gegen den Islamischen Staat in der syrischen Wüste involviert gewesen, hatten aber seit der gescheiterten Offensive auf Abu Kamal eine untergeordnete Rolle eingenommen. In dieser Offensive wurden Einheiten mithilfe von amerikanischen Helikoptern an ihren Zielort geflogen, nachdem sie ein Training für Fallschirmabwürfe absolvierten. So wurden auch wenige Tage zuvor etwa 150 amerikanische Spezialeinheiten vorgeschickt mit dem Ziel, wichtige Figuren in den Strukturen des Islamischen Staates in Abu Kamal auszuschalten. All dies ist repräsentativ für die massive Unterstützung der USA für die dortigen Einheiten. Den USA geht es in erster Linie darum, einen Landzugang zwischen Syrien und Irak zu verhindern.

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