IS startet Gegenoffensive in Mossul

 

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Von der Gegenoffensive betroffene Areale

Der Islamische Staat soll große Geländegewinne in West-Mossul verzeichnen, nachdem er am Mittwoch eine Gegenoffensive gestartet hatte. Die IS-Nachrichtenagentur AMAQ berichtet von Eroberungen in den Vierteln von al-Dawwasah und al-Dindan, welche südlich der Altstadt liegen. Vor dem Angriff brannte der IS Reifen und Häuser nieder, die daraus entstandenen, schwarzen Rauchschwaden verhinderten den Einsatz der irakischen Luftstreitkräfte (siehe Video). Selbige Techniken wurden u.a. in Aleppo angewendet.

Laut irakischen Medien konnte der Islamische Staat sogar bis zur al-Dindan-Moschee in der Nähe der sogenannten „Vierten Brücke“ über den Tigris vordringen, dies würde eine Eroberung von über einem Kilometer von den vorherigen Positionen in der Altstadt bedeuten. Das würde wiederum bedeuten, dass das von der irakischen Armee in zwei Monaten eroberte Gebiet innerhalb eines Tages zurückerobert wurde. Ob sich der IS in diesem Gebiet aber auch konsolidieren will ist unklar, möglicherweise handelt es sich auch nur um einen „überfallartigen“ Angriff um neue Waffen und Munition zu beschaffen.

Bisher soll der IS sechs Autobomben benutzt haben, um die Verteidigungspositionen der irakischen Armee zu eliminieren und danach vorzudringen. Laut AMAQ wurden bisher über 70 Soldaten getötet und mindestens 15 Fahrzeuge zerstört, AMAQ ist aber für ihre inflationären Angaben bekannt.

Eigentlich sah es zunächst danach aus, als hätte die irakische Armee die Situation unter Kontrolle, nur noch die Altstadt war unter der Kontrolle des Islamischen Staaten. Nach der vollständigen Übernahme von dem nordwestlichen Viertel 17 Tammuz und al-Najar trennt nur noch der Highway 47 und die „Dritte Brücke“ über den Tigris den Übergang auf das südlich gelegene Viertel al-Shaffaa. Nach zweiwöchigen Kämpfen konnte die irakische Armee wieder Erfolge erzielen: Der gesamte al-Zanjili-Bezirk wurde vom IS erobert. Zu 90% befindet sich das al-Shafaa-Viertel unter der Kontrolle Iraks. Die irakische Polizei spricht noch von etwa 500 Kämpfern, die sich in der Altstadt befinden.

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