Syrische Armee erobert erneut Gebiete südlich von Rakka

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) bzw. die offensive Eliteeinheit der „Tiger Forces“ unter dem Kommando von Suheil al-Hassan konnten im Süden der Provinz Raqqah erneut neue Fortschritte erzielen und dabei mehrere Dörfer einnehmen. Die Offensive fand in östlicher Stoßrichtung statt, Ziel ist die antike Ruinenstadt Segiopolis und der M6-Highway, der die Städte Raqqah und Deir ez-Zor miteinander verbindet. Erobert wurden dabei am Samstag die Dörfer Bir Jayf, Bir Musa, al-Hindi, Abu Hamat, Abu Khamis, al-Sudran, Rajm al Hurat, Hadlah, Haj Mafadi, Bir al-Adad Abu al-Sunabi, Bir al-Malat, Birr Alkhu-Haldlah, al-Muzafi und Tal Rajm. Damit wären sie rund sieben Kilometer von Rusafa entfernt, 43km südlich von Raqqah.

Die dortige Region südlich von Raqqah ist vor allem von Wüsten und kleinen Dörfern geprägt, insofern ist ein schnelles vorschreiten gegen einen geschwächten Islamischen Staat zu erwarten. Rusafa (Segiopolis) gilt als Etappenziel für die Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Nun ist zu erwarten, dass der restliche IS im Osten der Provinz Hama zusammenbrechen wird und der Weg nach Ostsyrien „offen“ ist.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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