USA schießt syrischen Jet ab

Im Süden der Provinz Raqqah wurde ein syrischer Jet des Typs Su-22 abgeschossen. Laut dem syrischen Verteidigungsministerium wurde der Jet von der „Anti-IS-Koalition“, also der USA, abgeschossen. Der Kampfpilot ist dabei getötet worden. Das amerikanische Militär bestätigte den Abschuss des Jets, nachdem er angeblich SDF-Kämpfer im Dorf Jadin verletzt hatte. Das Dorf wurde bereits heute morgen von der syrischen Armee erobert. Außerdem befinde sich der Ort zwei Kilometer nördlich einer „SDF-Regierung-Deeskalationszone“, die scheinbar bisher völlig unbekannt war.

Der Jet ist in einer Region abgestürzt, wo es zurzeit zu schweren Kämpfen zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und dem Islamischen Staat kommt. Die Region südlich von Raqqah ist vor allem von Ölfeldern und kleinen Dörfern geprägt. Zunächst klang dieser Vorwurf unwahrscheinlich, da in der Vergangenheit die syrischen Luftstreitkräfte nie die SDF in und um Tabqa (Jadin liegt südöstlich von Tabqa) angegriffen hatte und man sicherlich beim Kampf gegen den IS andere Prioritäten besitzt. Laut der YPG finden außerdem im Norden von Rusafa schwere Kämpfe zwischen SDF und der Armee statt.

Es handelt sich hierbei um eine neue Eskalation, nachdem die USA bereits in der Vergangenheit dreimal einen Militärkonvoi der Armee und verbündeter Milizen nahe dem irakischen Grenzübergang al-Tanf angegriffen hat. Nun attackiert die USA auch noch syrische Jets unter der Legitimation, sie hätten SDF-Kämpfer in einem von der Armee gehaltenen Ort angegriffen, welcher sich wiederum in einer einseitig deklarierten „Desskalationszone“ befinde. Der lachende Dritte: Der Islamische Staat.

 

Advertisements