Armee startet Offensive in Jobar, Damaskus

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Jobar liegt ganz im Westen des grünen Kontrollbereiches

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) startete am Dienstag eine neue Offensive auf die umkämpften Viertel von Damaskus, diesmal handelt es sich um das Viertel Jobar im Osten der Stadt. Das dortige gehört zum Oppositionsgebiet Ost-Ghoutas und wird deswegen vor allem von Faylaq al-Rahman und Jaish al-Islam kontrolliert. Aber auch Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat al-Nusra und Jabhat Fateh al-Sham) und Ahrar al-Sham besitzen dort eine kleinere Präsenz.

Auf Seiten der Armee sind vor allem die Republikanischen Garden und kleinere Milizen aktiv. Unterstützung leisten die syrischen und russischen Luftstreitkräfte, die umliegende Viertel wie Ayn Tarmah und Zamalka bombardierten. Laut dem syrischen Fernsehen konnte man in Ayn Tarmah bereits Erfolge verzeichnen und 400m in das Gebiet vordringen.

Die Offensive ist Teil des Versuches, einerseits die gesamte Stadt Damaskus wieder unter die Kontrolle der syrischen Regierung zu bringen und andererseits das belagerte Gebiet in Ost-Ghouta zu schwächen. Jobar galt in der Vergangenheit als Eines der am stärksten befestigten Gebiete in Ost-Ghouta, eine Eroberung soll sich trotz der inneren Fraktionskämpfe der Opposition als schwierig gestalten. Vor rund 2 Monaten startete die Republikanische Garde und weitere Einheiten (die inzwischen in Dara’a aktiv sind) eine Offensive auf die Viertel von Qaboun und Barzeh weiter nordwestlich, die später kapituliert haben.

 

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