IS zerstört al-Nuri-Moschee in Mossul

 

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Das Minarett von al-Nuri aus Sicht der irakischen Armee

Lokale Medien berichten von hörbaren Explosionen in der Altstadt der irakischen Großstadt Mossul, wo der Islamische Staat weiterhin Positionen in der Altstadt und in dem Viertel al-Shaffaa in West-Mossul hält. Den Angaben zufolge soll die prestigeträchtige große Moschee von al-Nuri im Zentrum der Altstadt vom IS völlig zerstört worden sein, sowohl der bekannte Minarett als auch das restliche Gebäude. Die dem IS zugehörige Nachrichtenagentur AMAQ bestätigte die Zerstörung der Moschee, beschuldigt aber amerikanische Bombardierungen dafür. Die USA widersprach dieser Behauptung vehement.

In den vergangenen Tagen starteten die irakischen Streitkräfte eine Offensive auf die Altstadt, besonders im Norden und Süden des Viertels konnte man Erfolge verzeichnen. Am Mittwoch soll man bis auf 50 Meter sich der Moschee angenähert haben, nachdem man die Nirnaweh-Straße eroberte.

Die Moschee war bei den Kämpfen um Mossul von beiden Seiten von besonderer Bedeutung. Der Anführer des Islamischen Staates Abu Bakr al-Baghdadi hatte im Sommer 2014 seinen einzigen Videoauftritt in der Moschee, welcher im Zusammenhang mit der Videobotschaft von al-Adnani stand, der zuvor das Kalifat ausgerufen hatte. Deshalb gilt die Moschee als Gründungsort. Eine Eroberung der Moschee hätte also eine Demoralisierung bedeutet, durch die Position der Moschee aber auch ein Ende der Kämpfe in Mossul. Die Moschee wurde 1172 erbaut und reiht sich damit in die zahllosen antiken und kulturellen Gebäude ein, die der Islamische Staat in Syrien und Irak vernichtet hat.

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Drohnenaufnahmen sollen die vollkommen zerstörte Moschee zeigen

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