Israel unterstützt erneut islamistische Offensive, tötet syrische Soldaten

Am Samstag Abend beschoss die israelische Armee diverse Militärstellungen und Dörfer innerhalb der Quneitra-Provinz in Syrien. Diese Aktion ist als Vergeltungsschlag zu werten, da laut israelischen Angaben zehn „Projektile“ (wahrscheinlich Mörsergeschosse) von Syrien aus abgeschossen wurden und dabei die von Israel besetzten Golanhöhen trafen. Dabei sind in den Golanhöhen keine Personen verletzt oder getötet worden. In Syrien hingegen wurden zwei Panzer der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) zerstört, wobei zwei Soldaten verstorben sind.

Heute morgen startete die Opposition eine neue Offensive auf die umkämpfte Stadt al-Ba’ath, Hochburg und Festung der syrischen Regierung zugleich. Die Operation wurde „Straße nach Damaskus“ getauft, Bodengewinne sind nicht zu erwarten, mehrere Milizen wie das Golan-Regiment konnten in der Vergangenheit eine starke Präsenz aufweisen. Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra) ist dort die dominierende Fraktion, besonders wenn es zu Kämpfen kommt. Sie verkündeten die Operation über mehrere Medienkanäle.

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Position der neu gestarteten Offensive

Diese Aktion ist tatsächlich nichts ungewöhnlich, bereits vor einigen Monaten kam es über mehrere Tage hinweg zu israelischen Angriffen auf Regierungsstellungen in Quneitra, nachdem islamistische Kräfte wie u.a. Ahrar al-Sham und Fateh al-Sham eine Offensive starteten, die aber später zurückgeschlagen wurde. Unabhängig von wirklichen Verursachern von Raketen- und Mörsereinschlägen greift Israel kategorisch das Territorium der syrischen Regierung an. Zuletzt starben am 27. Mai drei Soldaten durch einen Angriff israelischer Drohnen.

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