USA: „Assad nahm Warnung vor bevorstehenden Giftgaseinsatz ernst“

Die amerikanische Regierung warf gestern dem „Assad-Regime“ in einer Pressekonferenz des Weißen Hauses vor, möglicherweise einen Giftgasangriff vorzubereiten, der zu einem „Massenmord“ an Zivilisten führen könnte, darunter unschuldige Kinder. Die Aktivitäten sollen sich denen geähnelt haben, die vor dem angeblichen Giftgasangriff in Khan Sheikhoun am 4. April geschehen sind.

Nun gibt es neue Informationen, wie das Verteidigungsministerium bzw. Pentagon verkündet hat. Laut dem Verteidigungsminister James Mattis habe die Warnung von Donald Trump funktioniert, dass im Falle eines bevorstehenden Giftgasangriffes Assad und die Syrisch-Arabische Armee einen „schweren Preis“ bezahlen werden.

Dem zufolge sind die angeblichen Aktivitäten auf der Shayrat-Luftwaffenbasis heruntergefahren worden.

Bis heute sind die Vorfälle in Khan Sheikhoun ungeklärt, die jeweiligen Fraktionen beschuldigen sich gegenseitig für den Angriff. Unabhängig davon gab es der USA unter Donald Trump die Legitimation, zum ersten Mal absichtlich die Armee direkt anzugreifen, was mit dem Angriff auf die Shayrat-Luftwaffenbasis auch geschehen ist. Dieses neue Statement öffnet Tür und Tor für die Opposition, einen Giftgasangriff zu begehen und mithilfe der militärischen Unterstützung der USA nochmal den Krieg zu wenden. Selbst wenn die syrische Armee Giftgas einsetzen sollte, dieser Vorwurf einer „False-Flag-Aktion“ wird nicht aus der Welt zu räumen sein.

Offizielle Beamte des amerikanischen Verteidigungsministerium teilten Buzzfeed hingegen mit, dass das Ministerium „keine Ahnung“ hätte, wie und wieso das Weiße Haus ein derartiges Statement veröffentlichte. Insofern könnte die heutige Antwort den Ursprung einer Korrektur und/oder Relativierung des Weißen Hauses sein, da man selber über keine derartigen Informationen verfügt aber auch den Präsidenten nicht blamieren wollte.

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