Bengasi vollständig von al-Qaida befreit

Die sogenannte „Libysche Nationalarmee“ verkündete offiziell am Abend des 5. Juli die Eroberung der nord-libyschen Hafenstadt Benghazi. Dies bestätigte Khalifa Haftar in einer öffentlichen Rede. Die mit al-Qaida verbundene Gruppierung  Majlis Shura Thuwar Benghazi verlor ihre letzten, gehaltenen Viertel an der Küste. Damit endet ein seit drei Jahren andauernder Kampf um die prestigeträchtige Stadt. Die Großstadt ist im Westen dafür berühmt, dass Mitglieder von Ansar al-Scharia 2012 die amerikanische Botschaft angegriffen haben und dabei mehrere Botschafter töteten.

Die „Libysche Nationalarmee untersteht der Tobruk-Regierung unter der Führung von Khalifa Haftar, ein ehemalig von der CIA unterstützten General, der eine prominente Figur im Putsch gegen Gaddafi war und inzwischen vor allem von Russland & Ägypten unterstützt wird. Die Armee konnte wichtige Erfolge im Zentrum und Süden des Landes erreichen und beherrscht inzwischen ein Großteil des Landes. Kämpfe finden neben den Islamisten z.B. von Derna oder Benghazi auch mit der von der EU, USA und UN unterstützten „Einheitsregierung“ statt.

Der Majlis Shura Thuwar Benghazi bzw. die Verteidigungsbrigaden von Benghazi hielten zusammen mit dem Islamischen Staat mehrere Viertel, darunter Sidi Khraibish, Touraili und Zawiyah Raf’iya. Der Islamische Staat in Libyen löste sich vor einigen Monaten offiziell auf, weswegen die Verteidigungsbrigaden die letzten verbliebenen Kämpfer stellten.

In anderen Städten des Landes wird die Befreiung gefeiert, so unter anderem in al-Rujban in West-Libyen. Dennoch gibt es diverse Berichte über weiter andauernde Kämpfe, die aber schnell erlöschen sollten.

 

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