Kämpfe um Ayn Tarma, Damaskus

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) führte ihre Offensive im Osten der syrischen Hauptstadt Damaskus fort und eroberte kleinere Teile des Viertel Ayn Tarma. Das dortige gehört zum Oppositionsgebiet Ost-Ghoutas und wird deswegen vor allem von Faylaq al-Rahman und Jaish al-Islam kontrolliert. Aber auch Tahrir al-Sham (ehemals bekannt als Jabhat al-Nusra und Jabhat Fateh al-Sham) und Ahrar al-Sham besitzen dort eine kleinere Präsenz.

Auf Seiten der Armee sind vor allem die Republikanischen Garden und kleinere Milizen aktiv. Unterstützung leisten die syrischen und russischen Luftstreitkräfte, die umliegende Viertel wie Ayn Tarmah und Zamalka bombardierten.

Über die ganze Wochen hinweg konnte man nur kleinere Erfolge erzielen, da das urbane Kampfgebiet schwer befestigt ist. Bisher konnte man im Südwesten des Bezirks große Teile des gleichnamigen Tals erobern, den Kreisverkehr, die Garagen und den al-Fitr-Markt. Derzeit finden die Kämpfe in nördlicher Richtung statt, was bisher zur Eroberung von mehreren Häuserblöcken führte. In den letzten Tagen sollen 15 Oppositionelle getötet worden sein. Mindestens ein BMP der SAA wurde zerstört. In Jobar selber gab es keine territorialen Veränderungen.

Die Offensive ist Teil des Versuches, einerseits die gesamte Stadt Damaskus wieder unter die Kontrolle der syrischen Regierung zu bringen und andererseits das belagerte Gebiet in Ost-Ghouta zu schwächen. Jobar galt in der Vergangenheit als Eines der am stärksten befestigten Gebiete in Ost-Ghouta, eine Eroberung soll sich trotz der inneren Fraktionskämpfe der Opposition als schwierig gestalten. Vor rund 2 Monaten startete die Republikanische Garde und weitere Einheiten (die inzwischen in Dara’a aktiv sind) eine Offensive auf die Viertel von Qaboun und Barzeh weiter nordwestlich, die später kapituliert haben.

Advertisements