Die Kämpfe in Mossul gehen weiter

 

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Trotz der offiziellen Ankündigung des irakischen Premierministers Haidar al-Abadi und des irakischen Verteidigungsministeriums mit dazugehöriger Siegesparade in Bagdad gehen Kämpfe in der Altstadt von Mossul weiter. Vereinzelte Kämpfer des Islamischen Staates besetzen weiterhin Häuser (bzw. Ruinen), verbarrikadierten sich in Kellern ein und bewegen sich durch teilweise noch nicht entdeckte Tunnelsysteme. Hunderte Zivilisten sollen weiterhin als „Schutzschilde“ genutzt werden, unter den Zivilisten auch Familien der IS-Kämpfer, die nicht selten auch selber ideologische Angehörige sind. Nicht selten haben sich weibliche Selbstmordattentäter unter die Flüchtlinge gemischt, die aus der Altstadt fliehen wollten.

Den Medien ist der Zugang zu West-Mossul inzwischen fast völlig versperrt, mit Glück kann man noch einzelne Szene vom anderen Ufer des Tigris filmen (siehe Video). Die Kämpfe sind also bei weitem noch nicht zu Ende. In der irakischen Stadt Ramadi kam es vor zwei Jahren zu einem ähnlichen Szenario. Dort wurde noch Mitte Januar von Kämpfen mit IS-Milizen und größeren Geiselbefreiungsaktionen in Ramadi berichtet. Immer wieder werden neue Schläferzellen aktiviert, die Terror für die Bevölkerung verbreitet. Bereits heute gibt es neue Selbstmordanschläge in Ost-Mossul, im Westen wurden bereits einmal Schläferzellen aktiviert.

 

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