Neue Gebietsgewinne im Süden Rakkas

 

Nach einer wochenlangen Ruhe und einer kurzzeitigen Verlegung nach Iltriyah kehrt die Eliteeinheit „Tiger Forces“ nach Rusafa zurück und begannen von dort aus eine neue Offensive in südlicher Richtung. Täglich können neue Erfolge verzeichnet werden. Diesmal wurden in drei verschiedenen Richtungen Khalaa, Zamleh-Ölfelder, Zamleh al-Sharqiyah, al-Fahidiyah und das Deilah-Ölfeld erobert.

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Ziel ist das womöglich die momentan rund 54 Kilometer südlich gelegene Stadt al-Suknah. Sie ist die letzte Stadt auf dem Weg nach Deir ez-Zor. Auch würde das Territorium des Islamischen Staates in Ost-Hama damit umzingelt werden. Außerdem fuhr man mit der Offensive aus der Richtung von Palmyra/Tadmur fort, nachdem der Islamische Staat seinen Widerstand bei Humaymah aufgegeben hat. Unbestätigten Berichten zufolge befinden sich Einheiten der Syrisch-Arabischen Armee nur 13km von al-Suknah entfernt.

Die Region südlich von Raqqah ist vor allem von Wüsten und kleinen Dörfern geprägt, insofern ist ein schnelles vorschreiten gegen einen geschwächten Islamischen Staat zu erwarten. Rusafa (Segiopolis) gilt als Etappenziel für die Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Nun ist zu erwarten, dass der restliche IS im Osten der Provinz Hama zusammenbrechen wird und der Weg nach Ostsyrien „offen“ ist.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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