Al-Nusra hisst die weiße Fahne im Libanon

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Blau: Tahrir al-Sham (bzw. al-Nusra)

Die syrische Armee, die libanesische Armee und Hisbollah starteten am Donnerstag eine groß angelegte Offensive auf die verbliebenen Posten des Islamischen Staates und Tahrir al-Sham (HTS) in der Grenzregion um Arsal. Ziel ist die vollständige Rückeroberung der syrisch-libanesischen Grenze, die damit abgeschlossen wäre.

Am dritten Tag wurde der Großteil des Territoriums von al-Nusra/Tahrir al-Sham zurückerobert, darunter Positionen und Berge wie: die Korra-Erhebung, Qornet Khirbat al-Jiwar, Dalil Aswad-Erhebung, Harf Wadi Ouweini, Shajra-Erhebung bei dem Flita-Gebirge, Qornat Wadi al-Khayl, Qornat al-Qonzoh, Jawar al-Shij, Wadi Kriti, Dalil Abyad, Sorj Kwayse, Dahr Safa-Erhebung, Dalil al-Khayl-Erhebung, Izaba, Adi al-Khayl, Ikab al dubb, Heqab Wadi al-Khel, Heqab Wadi A-Ryhan, Al-Zellba und das gesamte Jaroud Falita, was fast eine komplette Kapitulation von al-Nusra bedeutet.

Bereits einen Tag zuvor sollen mehrere Kämpfer (insgesamt angeblich 200) die weiße Fahne gehisst haben und damit freiwillig aufgegeben haben. Andere Kämpfer sollen sich in den umliegenden Flüchtlingslagern zurückgezogen haben, die meist als Operations- und Rekrutierungsbasis genutzt werden.

Den Großteil der Kämpfe übernimmt die Hisbollah, die dementsprechend rund 20 Tote zu beklagen hat. Die libanesische Armee übernimmt vor allem Artillerieangriffe und die Koordination, weswegen es dort bisher zu keinen Verlusten gekommen ist.

Außerdem soll der Diplomat und Verhandlungsführer Ahmad al-Faliti seitens der libanesischen Regierung von Tharir al-Sham getötet worden sein. Sein Auto wurde in der Nähe von Wadi Hamid von einer Rakete getroffen.

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