Syrische Armee erobert neue Stadt am Euphrat

DFjKmPtXkAEjj9o.jpg

Stammesmilizen in Ukayrishah

Die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Stammesmilizen aus der Region eroberten die 5.000 Einwohner zählende Stadt Huwayjat Shinan südöstlich von Raqqah. Zuvor drang man in den Wüstengebieten südlich von Raqqah drang man über 35 Kilometer nordöstlich vor und erreichte den Euphrat. Ausgangspunkt war der Knotenpunkt bei den antiken Ruinen von Sergiopolis und den umliegenden Erdgasfeldern. Primäre Streitkraft sind die „Tiger Forces“, eine offensive Eliteeinheit unter dem Kommando von Suheil al-Hassan.

Es gibt aber widersprüchliche Angaben über die Kontrolle der Dörfer Ukayrishah und Dalah, wo beide Seiten (Armee und SDF) die Kontrolle für sich behaupten und die Armee auch Bilder von den eigenen Soldaten im Osten von Ukayrishah veröffentlichte. Es gibt Gerüchte über eine gemeinsame Kontrolle der Orte bzw. einem Art „Kommunikationszentrum“ der beiden Seiten, um unnötige Eskalationen zu verhindern.

Die Region südlich von Raqqah ist vor allem von Wüsten und kleinen Dörfern geprägt, insofern ist ein schnelles vorschreiten gegen einen geschwächten Islamischen Staat zu erwarten. Rusafa (Segiopolis) gilt als Etappenziel für die Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Am Euphrat hingegen gibt es fruchtbare Felder und viele kleine und große Dörfer, die ebenfalls einen Weg nach Deir ez-Zor eröffnen würden.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

Advertisements