SDF verneint Aufstellung einer „LGBT-Einheit“

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TQILA irgendwo im vom SDF eroberten Gebiet Raqqahs

In Raqqah soll sich die Gruppierung „The Queer Insurrection and Liberation Army“ gebildet haben, welche wiederum einen Teil der anarchistischen „International Revolutionary People’s Guerrilla Force“ ist. In einem von TQILA veröffentlichten Statement begründete man die Bildung als Reaktion auf die Diskriminierung „faschistischer und extremistischer“ Mächte wie dem Islamischen Staat (aber auch christliche Konservative wurden explizit erwähnt), die angebliche Homosexuelle von Hausdächern werfen und steinigen.

Der Pressesprecher der SDF (der dominierenden Fraktion im Kampf gegen den IS in Raqqah und Umgebung), Mustafa Bali, verneinte daraufhin die Existenz und/oder Gründung einer solchen Einheit in den Rängen der SDF. „Wir respektieren die Menschenrechte und damit auch die Rechte der Homosexuellen, verneinen aber die Bildung einer solchen LGBT-Einheit“ hieß es sinngemäß.

Wahrscheinlich handelt es sich in erster Linie hierbei um einen PR-Stunt für die westliche Zuschauerschaft, da gerade die ansässige Bevölkerung wenig erfreut darüber sein wird. Die sozialen Medien der arabischen Welt zeigten bereits Spott und Beschimpfungen für diesen Schritt.

Ohnehin ist eine militärische Präsenz der „International Revolutionary People’s Guerrilla Force“ völlig unbekannt, bis auf ein Propagandavideo im April kam es zu keinen weiteren Veröffentlichungen, diverse Berichte sprechen von maximal ~20 Mitgliedern, die sich personell wahrscheinlich nicht groß von TQILA unterscheidet. Bei der lokalen Bevölkerung werden solche Gruppen oft nicht ernst genommen, nur als Jugendliche aus dem Westen die den (nicht selbst gefochteten) Kampf gegen den IS als Lifestyle und mit hübschen Bildern auf Facebook verkaufen.

 

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