Syrische Armee betritt zum ersten Mal seit 2013 die Provinz Deir ez-Zor

 

 

Die Syrisch-Arabische Armee, die Eliteeinheit der „Tiger Forces“ und verbündete Stammesmilizen betraten durch die neuen Eroberungen gegen den Islamischen Staat erstmals seit 2013 die Provinz Deir ez-Zor in Ost-Syrien. Der Eintritt soll irgendwo in der Wüste im Westen der Provinz geschehen sein, ein genauer Ort ist nicht bekannt. Die letzten Eroberungen aber sprechen von der Tifadah-Wüstenregion, die sich in etwa südlich der Bezirksstadt Maadan am Euphrat befindet. Den bisherigen Berichten zufolge drang man sogar zehn Kilometer weiter vor. Dies entspräche dann in etwa noch ~48km bis zum belagerten Deir ez-Zor.

Die derzeitige Taktik der Tiger Forces zeigt den Versuch, die urbanen Zentren entlang des Euphrat-Tals zu ignorieren und sie eher zu „umschließen“. Damit möchte man die anstrengenden Kämpfe in den Dörfern und Städten vermeiden und den IS darin zur Aufgabe zu zwingen und einen Fluchtweg offen zu lassen. Ähnliche Taktiken gab es bereits bei Kuweires und Khanaser.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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