Armee erobert eingekesselte Dörfer am Euphrat

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Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Stammesmilizen aus der Region eroberten erneut weitere Dörfer am Euphrat südwestlich von Raqqah. Nach der bestätigten Übernahme von Ghanim al-Ali gestern wurden die Dörfer al-Sabkah al-Shridah, al-Jabali und Zawr Zamma eingeschlossen und am Tag darauf erobert, wie das syrische Verteidigungsministerium bestätigt. Es sollen noch Aufräumoperationen anlaufen, wo Sprengstoffe, Minen etc. entfernt werden und eine Rückkehr der Bevölkerung ermöglicht.

In anderen Berichten soll der Islamische Staat neue Kämpfer von Deir ez-Zor in die Region verlegt haben, um u.a. die Stadt Ma’adan zu verteidigen. In einem neu veröffentlichten Video zeigt man Kämpfe im Süden Rusafas, wo Munition erbeutet wurde und man einen Soldaten gefangen nahm. Der Widerstand scheint sich nun langsam zu intensivieren, nachdem der IS scheinbar völlig überrascht von den Fortschritten der SAA war.


Die Region südlich von Raqqah ist vor allem von Wüsten und kleinen Dörfern geprägt, insofern ist ein schnelles vorschreiten gegen einen geschwächten Islamischen Staat zu erwarten. Rusafa (Segiopolis) galt als Etappenziel für die Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Am Euphrat hingegen gibt es fruchtbare Felder und viele kleine und große Dörfer, die ebenfalls einen Weg nach Deir ez-Zor eröffnen würden.

Die Offensive steht auch mit der Operation „Lavendel“ im Zusammenhang. Diese hat ihren primären Zweck in der Aufhebung der Belagerung von Deir ez-Zor. Es ist die letzte, belagerte Bastion der syrischen Regierung und Armee entlang des Euphrates. Deir ez-Zor wird seit nun mehr als 3 Jahren vom IS belagert und ist in zwei Seiten geteilt. Vor dem Krieg hatte der Ort insgesamt 200.000 Einwohner, die heutige Zahl sollte weiterhin bei mindestens 50.000 liegen. Die belagerten Soldaten sind hauptsächlich die Republikanischen Garden unter dem Kommando von Issam Zahreddine.

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