Syrische Armee gewinnt gegen den IS auf mehreren Fronten

Neben dem großen Erfolg in al-Suknah konnte die Syrisch-Arabische Armee (SAA) ebenfalls in weiteren Gebieten Syriens wichtige Siege gegen den Islamischen Staat erringen. Besondere Fortschritte gibt es am Euphrat südöstlich der Großstadt Raqqah, wo mehrere Dörfer erobert wurden. Aber auch in der kritischen Gegend um Ost-Hama konnte man kleinere Erfolge erzielen, wo der IS bisher seinen stärksten Widerstand zeigte.

Am Euphrat konnte man die Dörfer Hardan, Makleh Sagira, Makleh Kabira und Atshaneh erobern und damit eine teilweise zerstörte Brücke über den Euphrat sichern, die andere Seite wird von der SDF kontrolliert. Laut involvierten Stammesmilizen eroberte man nach bisher noch nicht bestätigten Berichten ebenfalls weiter östlich die Dörfer al-Numaysah, al-Jaber und al-Kumaysah. Dies würde das administrative Zentrum der Region Ma’adan in Schussreichweite der Artillerie bringen. Nach einigen Angaben konnte man sogar bereits das Silo direkt südlich der Stadt sichern, was einen möglichen Angriff von zwei Seiten bedeuten könnte. Von Ma’adan zum belagerten Deir ez-Zor sind es nur noch rund 54 Kilometer.

Weitere Erfolge gab es südlich vom kürzlich eroberten al-Suknah, wo mehrere Hügel erobert wurden. Auf einer weiten Fläche wurden Tall Abu Qull, Douhour Rujm  und die sogenannten „Salzhügel“ erobert. Zu ähnlichen Operationen wird es im Verlauf der nächsten Wochen kommen, um al-Suknah vor möglichen Angriffen und Überfällen zu schützen und die eigene Ausgangsposition zu sichern. Von al-Suknah aus gesehen sind es noch 110 Kilometer bis nach Deir ez-Zor.

Außerdem gab es kleinere Erfolge in Ost-Hama, wo man einerseits das Dorf Marina und kleinere Punkte bei al-Salamniyah sichern konnte. Dort leistet der IS derzeit am meisten Widerstand, das Terrain gibt den Verteidigungspositionen einen Vorteil. Aber auch die Strukturen der Armee und verbündeten Milizen soll für hausgemachte Probleme sorgen. Angeblich fehlt eine völlige Koordination zwischen den verschiedenen Einheiten, die einzige Lösung bisher war es noch mehr Soldaten an die Front zu verschieben. Mit der derzeitigen Konzentration könnte sich diese Situation aber vielleicht ändern und ebenfalls erfolgsversprechende Siege für die Armee verheißen.

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