Al-Qaida erbeutet amerikanische Panzerabwehrwaffen in Aleppo

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Die größte, oppositionelle und islamistische Gruppierung Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter dem Namen Fateh al-Sham und Jabhat al-Nusra) erbeutete im Westen der Provinz Aleppo mehrere amerikanische Panzerabwehrwaffen (TOWs) vom ehemals Verbündeten Harakat Nour al-Din al-Zenki (bekannt für die Enthauptung eines 12-jährigen Kindes in Aleppo), die auch über viele Jahre von der CIA unterstützt wurden.

In Folge der oppositionsinternen Kämpfen zwischen Tahrir al-Sham und Ahrar al-Sham spalteten sich die Überreste von al-Zenki von Tahrir al-Sham wieder ab, nachdem sie in Folge der Niederlage in Ost-Aleppo und weiteren Radikalisierungen der Gruppe freiwillig beitrat. Diese unterstützte aber nicht diese Kämpfe  gegen Ahrar al-Sham und verließ Tahrir al-Sham aus Protest wieder. Am Samstag überfiel man die Hauptquartiere und Lager und erbeutete neben TOWs auch weitere Waffen und Munition.

Der Besitz von amerikanischen Waffen in den Händen von Tahrir al-Sham bzw. al-Nusra ist nicht gerade ungewöhnlich, bereits bei der Idlib-Offensive 2015 ist die Nutzung von TOWs belegt. Alternativ arbeitet man mit den Gruppierungen zusammen, die TOWs besitzen. Dennoch sind es eher seltene Fälle, wo wirklich TOWs von Tahrir al-Sham abgefeuert werden. Es ist trotzdem der simpelste Ausdruck einer gescheiterten Syrien-Politik der USA.

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