IS erobert mehrere Dörfer der Opposition fernab des IS-Territoriums

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Scheinbar eroberte der Islamische Staat im Nordosten der zentralsyrischen Provinz Hama mehrere Dörfer und Ortschaft von der Opposition, namentlich der größten und islamistischen Gruppierung Tahrir al-Sham. Diese Aktion ist sehr überraschend, da sich die Dörfer hunderte Kilometer vom eigentlichen Territorium des IS entfernt sind. Schuldig für diesen Vorfall ist vor allem Tahrir al-Sham selber.

Im Osten Hamas finden seit Monaten brutale Kämpfe zwischen dem Islamischen Staat und der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und verbündeter Milizen statt. In den letzten Tagen und Wochen konnte die SAA erhebliche Erfolge verzeichnen und ein über 1800km² großes Gebiet vollständig erobern. Dennoch versuchte der Islamische Staat immer wieder, Zivilisten und als Zivilisten getarnte IS-Kämpfer vom eigenen Gebiet in Ost-Hama durch ein dünnes Territorium der syrischen Regierung zum Oppositionsgebiet in Hama/Idlib zu schleusen. Die Zivilisten sollten vor dem „Regime“ beschützt werden und wurden ebenfalls als menschliche Schutzschilde genutzt. Diese Idee fand ebenfalls bei Tahrir al-Sham Anklang, die daraufhin die wichtige Versorgungsstraße an mehreren Orten überfiel und kurzzeitig Checkpoints errichtete. Dieser Konvoi von Zivilisten und Kämpfern wurde also als Teil von Verhandlungen willkommen geheißen.

Verschiedenen Angaben zufolge besteht er aus etwa 25 Fahrzeugen und 200 Kämpfern des Islamischen Staates. Der semi-offiziellen IS-Nachrichtenagentur AMAQ zufolge konnte man kurz darauf die Dörfer Abu Lafa, Al-Jumlan, Jub Al-Tabqalia, Shakushiya, Hasrat, Rasm Al-Ahmar, Sarha, Wadi Zarub, Sarha Shamaliya, Al-Mostariha, Murjajib Um Al-Fawr und Nafila erobern. Derzeit findet eine Gegenoffensive von Tahrir al-Sham statt, das Ergebnis ist ungewiss.

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