Armee stoppt Offensive der Opposition an israelischer Grenze

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Blau: kurzzeitig gehaltene Eroberungen

An den von Israel besetzten Golanhöhen in der Provinz Quneitra kam es für einen Tag zu intensiven Kämpfen zwischen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA), lokalen Milizen und verschiedenen Oppositionsgruppierungen. Die Opposition startete eine Offensive mit dem Versuch, die Belagerung des weiter nordöstlich liegenden Beit Jinn aufzuheben. Dieses Ziel konnten sie für einige Stunden erfüllen, wurden aber kurz darauf wieder vollständig zurückgeschlagen.

Die in den Operationsraum „Jaish Mohammed“ organisierten Oppositionsgruppierungen um Ahrar al-Sham, Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Fateh al-Sham und al-Nusra) und der Freien Syrischen Armee starteten ihre Angriff in der Umgebung der drusischen Stadt Hader. Der Angriff begann mit dem Einsatz eines Selbstmordattentäters (SVBIED) auf die Stadt. Die Verteidigung führten vor allem drusische Milizen, die in der Umgebung beheimatet sind. Oppositionelle Kämpfer konnten die Umgebung südöstlich und westlich der Stadt erobern und für einige Stunden erfolgreich halten. Unbestätigten Berichten zufolge ermöglichte dies eine Verbindung nach Beit Jinn und damit auch eine neue Nachschubroute.

Außergewöhnlich in dieser Offensive war die Position Israels. Nicht gänzlich geklärten Angaben zufolge bombardierten israelische Jets Positionen der Opposition südlich von Hader. Dies geschah vor allem unter dem Druck von drusischen Abgeordneten und Stammesführern auf den Golanhöhen, die eine bevorstehende Säuberung in Hader erwarteten, solle der Ort von Islamisten erobert werden. Ebenfalls sollen mehrere drusische Kämpfer mit der Erlaubnis Israels die Grenze übertreten haben.

Am Ende wurde wieder der Status Quo errichtet, alle Eroberungen der Opposition wurden revidiert, Beit Jinn ist weiterhin belagert. Insgesamt wurden etwa zehn Kämpfer auf Regierungsseite und neun auf Oppositionsseite getötet, darunter ein Kommandant von Tahrir al-Sham.

 

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