Syrische Armee erobert mehrere Dörfer in der Provinz Idlib

South-Idlib-countryside.jpg

Die Syrisch-Arabische Armee (SAA) und verbündete Gruppierungen konnten im Süden der Provinz Idlib neue Gewinne erzielen und über die letzten Tage hinweg mehrere Dörfer und Hügel erobern. Die Dörfer Mushayrifah, Luwaybidah, Fuhayl, Tall al-Khaznah, Umm ar Rajim, Umm Rafful, Qasr al-Abyad, Mashariyfah und Rasm al-Abd konnten nördlich von Abu Dali auf dem Weg nach Sinjar erobert werden. Sinjar befindet sich derzeit nur noch fünf Kilometer von den Stellungen der „Tiger Forces“ entfernt, der nächstgrößere Ort und scheinbaren Ziel der Offensive. Sinjar befindet sich seit jeher fest unter der Kontrolle von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra).

Im Vergleich zu den vorherigen Tagen sind die Erfolge dieses Donnerstages wesentlich höher, möglicherweise hat die syrische Armee die Verteidigungspositionen der Opposition in den dortigen Gebieten durchbrochen, nachdem man Tag für Tag einige Dörfer eingenommen hat.

Bisher beschränkt sich der Vorstoß nur in die nördliche Richtung, die nördliche Hama-Ebene, von denen in den bisherigen Jahren immer wieder Offensiven der Opposition ausgingen, wird dabei ignoriert. Als mögliches Etappenziel der Operation wird der Luftwaffenstützpunkt bei Abu Duhur gesehen, derzeitige Stellungen sind etwa 22 Kilometer davon entfernt.

Neben Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra) sind ebenfalls weitere Gruppierungen in Nord-Hama involviert, darunter die international als terroristisch eingestufte chinesische „Islamische Turkestan-Partei“ oder FSA-Gruppierungen wie „Jaish al-Izzah“ oder die „1st Coastal Division“. Neuen Gerüchten zufolge bildeten dutzende Einheiten einen gemeinsamen Operationsraum. Darunter fällt auch Nour al-Din al-Zenki oder Ahrar al-Sham, wo es vor wenigen Monaten noch zu Zerwürfnissen und oppositionsinternen Kämpfen gegen Tahrir al-Sham kam.

Advertisements