Armee beginnt neue Wüstenoffensive gegen den Islamischen Staat

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In den Wüstengebieten im Osten der südsyrischen Provinz Suweida startete die Syrisch-Arabische Armee eine neue Säuberungsoperation gegen den Islamischen Staat, der in Folge der Evakuierung aus der syrischen Hauptstadt Damaskus dorthin gebracht wurde. Vor Ort startete der IS ständige Überfälle auf umliegende Gebiete, vor allem auf die drusischen Dörfer in Suweida. Trotz erster Verluste gibt es auch erste Erfolge zu verzeichnen und wichtigen Boden gewinnen.

Die syrischen Truppen versammelten sich vor wenigen Tagen in der Nähe von Tel Asfar, um von dort aus zuzuschlagen und die verbliebenen Kämpfer der Terrororganisation zu töten. Vor einen Tag begannen diese Operationen mit Unterstützung der syrischen Luftstreitkräfte, jedoch musste die Armee bereits am ersten Tag mehrere Verluste hinnehmen. Der Islamische Staat selber veröffentlichte ebenfalls ein Statement, welches die Präsenz vor Ort bestätigt. Darin behaupten sie, einen Kommandanten getötet und zwei Fahrzeuge zerstört zu haben. In der Region um den Vulkan al-Safra gibt es vereinzelte Berge und ansonsten weite Einöde, Truppenbewegungen werden dadurch erschwert. Der Islamische Staat selber hat mehrere Minenfelder gelegt. Dennoch konnten die syrischen Kampfverbände mindestes zwölf Kilometer in der Wüste vorrücken.

Die verbliebenen IS-Kämpfer stammen aus den Damaszenern Vierteln al-Yarmouk und Hajar al-Aswad, die für mehrere Jahre unter der Kontrolle des Islamischen Staates standen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Operation in Ost-Ghouta begann die Armee ebenfalls mit einer Offensive auf al-Yarmouk und konnte letzten Endes siegreich hervorgehen. Dafür aber wurde ein Evakuierungsdeal ausgehandelt, wodurch die Islamisten in die Wüste gebracht wurden. Damals war aber nicht klar wohin genau sie gebracht werden würde, da sie anderorts noch Territorien in der Wüste kontrollieren.

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