OPCW-Bericht entkräftigt westliche Darstellung des angeblichen Giftgasangriffes in Douma

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Die „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ (OPCW) veröffentlichte am 6. Juli einen Zwischenbericht zu den Untersuchungen vom angeblichen Giftgaseinsatz der Syrisch-Arabische Armee in der Großstadt Douma bei Damaskus, Ost-Ghouta. In diesem 26 Seiten langen Dokument kommt man zu dem Ergebnis, dass es keinerlei Spuren für den Einsatz von irgendwelchen Nervengasen (wie z.B. das allseits hervorgebrachte Saringas) vor Ort gegeben hätte und lediglich „organische Chlorverbindungen“ gefunden wurden, die aber zumindest auf mögliches Clorgas hinweisen könnten. Der Einsatz von Nervengas galt für den Westen als Legitimation für die ohnehin völkerrechtswidrigen Luftangriffe auf mehrere Orte im April dieses Jahres.

In diesem Report des OPCW gibt es einige interessante Anmerkungen bezüglich den Funden, die auch einige Darstellungen Russlands und des syrischen Staatsfernsehens widerlegen. Demnach wurden auch Anlagen besucht und untersucht, die beide Regierungen als mögliche Fabrik für Chemiewaffen vermuteten. Dort fand man jedoch keinerlei Spuren von irgendwelchen Chemikalien, die zum Bau von Giftgas relevant sind. Damit entspricht es nicht Darstellungen der Medien wie z.B. RT oder SANA. Auf Seite 18 steht dazu folgendes:

At the warehouse and the facility suspected by the authorities of the Syrian Arab
Republic of producing chemical weapons in Douma, information was gathered to
assess whether these facilities were associated with the production of chemical
weapons or toxic chemicals that could be used as weapons. From the information
gathered during the two on-site visits to these locations, there was no indication of
either facility being involved in the production of chemical warfare agents or toxic
chemicals for use as weapons.

Neben diesen Fabrikanlagen war das nur wenige Häuserblöcke entfernte Krankenhaus ein weiterer Ort von Untersuchungen. Damals zogen oppositionelle und islamistische Medien (Douma befand sich damals unter der Kontrolle der salafistisch-islamistischen Gruppierung Jaish al-Islam) die Rettung  von vergifteten Menschen theatralisch auf, in späteren Interviews bestätigten das Personal vor Ort, dass es keinerlei Spuren von Giftgas gegeben hätte. In einem weiteren Interview redet ein im Video prominent auftauchender 11-jähriger Junge davon, dass er dazu gezwungen wurde und nicht wusste, was überhaupt geschah. OPCW selber fand nichts ungewöhnliches vor Ort und widmete sich dem Krankenhaus nicht näher.

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OPCW untersuchte Bettlaken und Kissen des obig gezeigten Bettes, wobei nichts gefunden wurde

Die zwei letzten Orte waren die Apartments, in denen es zu den angeblichen Einsatz von Giftgas kam. Viele der untersuchten Proben von verschiedenen Oberflächen in der Nähe der getöteten Zivilisten ergab keinerlei Befunde, z.B. untersuchte man Wände, Kissen und Bettlaken des Bettes, auf welches einer der sogenannten Gaszylinder gefallen ist. Dort fand man lediglich Stoffe wie Dichloressigsäure oder Chlordioxid, die in jedem Trinkwassersystem zu finden und einfach erhältlich sind sind. Bei einem untersuchten Fahrrad, welches in einem berühmten Bild neben Dutzenden getöteten Zivilisten liegt im Keller, fand man keinerlei chemischen Stoffe. Weitere Befunde sind Stoffe wie Bornylchlorid oder 2,4,6-Trichlorphenol, die wie im Dokument explizit erwähnt aus Holz stammen und somit in keinerlei Zusammenhang zu Giftgas stehen.

Die derzeitige Berichterstattung des Geschehens ist äußerst fragwürdig, da keinerlei Beweise gefunden wurden, dass tatsächlich Chlorgas eingesetzt wurde. Die derzeitige Lage zeigt nur, dass Chlorgas nicht auszuschließen ist aufgrund verschiedener Stoffverbindungen, die genauso in der Natur oder im Alltag vorzufinden sind. Das Wort „Chlor“ ist im Bericht nur zweimal gefallen – wo es um die mediale Berichterstattung über Douma ging (Seite 3). Und selbst wenn Chlorgas tatsächlich eingesetzt wurde, ist es leicht zu produzieren und somit immer noch kein Täter ermittelt. Der Schaden aber ist bereits angerichtet. In der Zusammenfassung des derzeitigen Zwischenberichtes heißt es:

The results of the analysis of the prioritised samples submitted to OPCW designated
laboratories were received by the FFM team on 22 May 2018. No organophosphorus
nerve agents or their degradation products were detected, either in the environmental
samples or in plasma samples from the alleged casualties. Various chlorinated organic
chemicals were found in samples from Locations 2 and 4, along with residues of
explosive. These results are reported in Annex 3. Work by the team to establish the
significance of these results is ongoing.

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