Syrische Armee beginnt Säuberungsaktionen gegen den IS in der Wüste

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Nach Abschluss der Militäroperationen in Südsyrien führt die Syrisch-Arabische Armee und verbündete Milizen ihren Siegeszug fort und starteten am Montag eine neue Offensive gegen den Islamischen Staat in der syrischen Wüste. Dabei handelt es sich vor allem um eine Säuberungs- und Aufdeckungsoperation, da das Terrain in der Wüste unzählige Verstecke und Bewegungsfreiheit für IS-Kämpfer bietet, in der Theorie kontrolliert die Armee bereits die wenigen Siedlungen und Gebäudekomplexe in der Region. Es handelt sich hierbei auch vor allem um eine „Vergeltungsaktion“ für das Massaker von Suweida, wo Anhänger des Islamischen Staates aus der Wüste kamen und an verschiedenen Orten in der Provinz Suweida insgesamt über 300 Zivilisten töteten und 36 drusische Frauen und Mädchen entführten.

Die Operation begann von mehreren Richtungen, derzeit werden vor allem die gebirgigen Randgebiete von Suweida betroffen. Mit der Unterstützung der syrischen Luftstreitkräfte und Artillerie konnte die Armee bereits mehrere Kilometer ohne erwähnenswerten Widerstand vorrücken. Neben regulären Einheiten nehmen auch die Eliteeinheit der „Tiger Forces“ und ehemalige Rebellen teil, die in der südsyrischen Provinz Dara’a die Amnestie akzeptierten und nun auf Seiten der Regierung kämpfen. Das gebirgige Terrain an der Grenze zu Suweida bietet viele Höhlen und weitere Unterschlupfe, wodurch man sich unentdeckt bewegen kann.

Die Säuberung des Islamischen Staates von schwer kontrollierbaren Regionen erweist sich gemeinhin als herausforderndes Problem, welches weder in Syrien, noch im Irak gelöst werden konnte. Dort hat die Terrormiliz etliche Rückzugsorte, von wo der IS immer wieder Überfälle oder Massaker, wie jenes in Suweida, planen und ausführen kann. Diese neu gestartete Operation wird zwar wahrscheinlich den Rest-IS entscheidend schwächen, aber nicht vollständig schlagen.

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