Gefechte um den Safa-Vulkan gehen weiter

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Der Kampf zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und dem Islamischen Staat um die Kontrolle der syrischen Wüste dauert weiterhin auch. Die inzwischen schon seit Monaten andauernde Operation in der Nähe der drusischen Provinz Suweida, bei dem Safa-Vulkan, gerät immer wieder ins stocken, das schwierige Terrain macht es der Armee schwer, Erfolge zu erzielen und dabei die äußerst mobilen IS-Truppen zu besiegen. Besonders in der Nacht verändert sich das Machtverhältnis zwischen den beiden Fraktionen, die Armee wird immer Opfer von Überfällen. Ein Ende um al-Safa und eine endgültige Lösung des IS-Problems ist derzeit nicht in Sicht.

Die Taktiken der wenigen Hundertschaften an verbliebenen IS-Kämpfern sieht wie folgt aus: Während des Tages nutzt man seine hohe Mobilität aus und weicht den Artillerie- und Luftangriffen der syrischen Streitkräfte in den Weiten der syrischen Wüste aus, meist auch unterirdisch. Dabei setzt man auch auf den Einsatz von Scharfschützen, die problemlos die vorrückenden Armeeeinheiten aufhalten können. Nachtsüber hingegen werden immer wieder Überfälle ausgeführt, Dutzende Soldaten starben in den letzten Wochen auf diesem Wege, darunter auch viele Milizionäre. Erst vor kurzem wurden 500 neue Soldaten als Verstärkung geschickt.

Trotz dieser Umstände konnten die alliierten Einheiten der Armee vorrücken und den Kampf zum al-Safa-Vulkan bringen, wo die meisten der Kämpfer sich befinden sollen. Am Freitag konnte die Armee eine weitere der seltenen Wasserquellen in der Region erobern und dabei auch mehrere IS-Kämpfer töten. Dennoch scheint der Islamische Staat weiterhin über die nötigen Kapazitäten zu verfügen, sowohl die Armee zu verlangsamen. Angeblich gibt es derzeit Ausweichversuche, indem die Terrormiliz sich in Richtung Wüste und Suweida zurückzieht. Dort soll es vermehrt zu Kämpfen gekommen sein, wobei diese Berichte unbestätigt sind.

Die Säuberung des Islamischen Staates von schwer kontrollierbaren Regionen erweist sich gemeinhin als herausforderndes Problem, welches weder in Syrien, noch im Irak gelöst werden konnte. Dort hat die Terrormiliz etliche Rückzugsorte, von wo der IS immer wieder Überfälle oder Massaker, wie jenes in Suweida, planen und ausführen kann. Diese neu gestartete Operation wird zwar wahrscheinlich den Rest-IS entscheidend schwächen, aber nicht vollständig schlagen. Ursprünglich stammen die dortigen IS-Kämpfer aus dem Damaszener Viertel Yarmouk, von wo sie nach einer ausgehandelten Vereinbarung mit der syrischen Regierung evakuiert wurden. Daraufhin wurden sie in die syrische Wüste transportiert, wo sie neue Positionen aufbauten und nun mehrere Anschläge und Überfälle durchgeführt haben. Der Angriff auf mehrere Orte in Suweida mit über 300 Toten war der Startschuss für eine neue Anti-IS-Operation der syrischen Armee.

 

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