Islamisten überfallen Armeestellungen in Latakia

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Einige der von der Armee erbeuteten Waffen

Erneut haben islamistisch-extremistische Gruppierungen der syrischen Opposition einen Überfall auf Verteidigungsstellungen der Syrisch-Arabischen Armee in der Provinz Latakia gestartet und dabei mehrere Soldaten getötet.Eigentlich befindet sich die Region innerhalb der international beschlossenen „Deeskalationszone“, jedoch ignorieren lokale Aufständische diese Waffenruhe. Die ständigen Guerillaangriffe werden zu einem echten Problem für die syrische Regierung in Latakia, vor allem wenn es zu Aufrufen der Vergeltung kommt. Die Region um Latakia wird von dschihadistischen Kräften wie dem al-Qaida-Verbündeten Hurras al-Din oder die chinesisch-uigurischen Islamischen Turkestan-Partei beherrscht.

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Türkei & Islamisten verlegt weiter Truppen nach Manbij

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Verstärkung der Hamza-Division bewegen sich in Richtung Manbij

Trotz der Stationierung syrischer Armeeinheiten in der Region um Manbij bereiten sich die islamistischen Streitkräfte und Stellvertreter der Türkei auf eine groß angelegte Offensive auf die einzige, von der SDF gehaltenen Region westlich des Euphrats vor. Immer wieder verkünden verschiedene Milizen in einer aggressiven Rhetorik die Bereitschaft für einen Angriff auf Manbij, wobei sie noch auf das grüne Licht der Türkei warten. Die Kämpfer hätten ihre Stellungen an der Front bei Manbij verstärkt. Auch wenn eine derartige Operation unwahrscheinlich ist anhand der Präsenz der syrischen Armee und westlicher Spezialeinheiten, stellt sie für die lokale Bevölkerung weiterhin ein Bedrohungsszenario dar.

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Syrische Armee übernimmt Manbidsch von den Kurden

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Heute früh betraten Hunderte Soldaten der Syrisch-Arabischen Armee die von vielen Seiten umkämpfte Stadt Manbij, welche ursprünglich unter der Kontrolle der arabisch-kurdischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) bzw. des Manbij-Militärrates steht. Diese Übereinkunft zwischen syrischer Regierung und dem nordsyrischen Autonomiegebiet könnte der erste Schritt für eine friedliche Beilegung des syrischen Konfliktes sein, nachdem die SDF durch den amerikanischen Truppenabzug verwundbar gegenüber einer türkischen Invasion ist und sich nun neue Verbündete suchen muss. Bereits in den vergangenen Tagen gab es Anzeichen eines bevorstehenden Angriffes der Türkei auf Manbij, die Hilfe der Armee kann nun eine solche Offensive verhindern.

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SDF rückt gegen Islamischen Staat vor

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Das arabisch-kurdische Milizenbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) erzielt im Kampf gegen den Islamischen Staat im ostsyrischen Euphrat-Tal neue Fortschritte und konnte in den vergangenen Tagen mehrere Dörfer aus den Händen der Terrormiliz entreißen. Seit der Eroberung der einst 40.000 Einwohner zählenden IS-Stadt Haijin ist der Islamische Staat nur noch auf wenige Dörfer nahe der irakischen Grenze begrenzt und wird kontinuierlich zurückgedrängt. Sollte die derzeitige Operation „Jazira Storm“ weiterhin so erfolgreich verlaufen, könnte der Islamische Staat in den kommenden Wochen offiziell keine Gebiete mehr in Syrien halten. Trotz des US-Abzuges leisten amerikanische Spezialeinheiten und Kampfjets am Boden und in der Luft weiterhin Unterstützung.

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Syrische Armee eilt Kurden in Manbij zur Hilfe

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Syrische und russische Einheiten betraten am Dienstag Nachmittag die Stadt al-Amirah südlich von Manbij, die Region steht ursprünglich unter der Kontrolle der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF), das arabisch-kurdische Milizenbündnis ist seit der Ankündigung des US-Abzuges um eine Verbesserung der Beziehungen mit der syrischen Regierung interessiert. Die syrische Armee besitzt in der Region bereits seit letztem Jahr eine Präsenz um als Pufferzone zwischen pro-türkischen Islamisten und kurdischen Kämpfern zu agieren und somit Angriffe zu verhindern. Mit dem bevorstehenden Angriff der türkischen Streitkräfte entwickelt sich jedoch eine neue Dynamik, sodass die Kurden als Zeichen des guten Willens den unbedeutenden Ort übergeben haben. Zudem gibt es Gerüchte über die Stationierung syrischer Einheiten in Manbij selber.

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Israelischer Raketenangriff zur Weihnachtszeit auf Syrien

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Vor einer halben Stunde meldeten syrische Medien einen erneuten Angriff der israelischen Luftstreitkräfte auf ein bisher nicht näher bekanntes Ziel in Syrien. Der vom libanesischen Luftraum aus ausgeführte Angriff Israels führte zur Aktivierung syrischer Luftabwehrbatterien um den Raum von Damaskus herum, Einwohner der Millionenstadt berichteten von lauten Explosionen. Nach eigener Darstellung zerstörte die syrische Luftabwehr sämtliche Ziele, wobei nicht näher spezifiziert wurde. Einige syrische Raketen fanden kein Ziel und/oder waren defekt, derzeit sollen mehrere Raketen auch im Libanon abgestürzt sein. Zudem wurde die israelische Raketenabwehr im Nordosten aktiv, da sich scheinbar eine syrische Rakete in Richtung der Golanhöhen verirrt hat.

Auch wenn keine näheren Umstände klar sind, so sollen die Angriffe wahrscheinlich wie in der Vergangenheit so oft iranischen Militärbasen oder Waffenlieferungen gegolten haben. Vor wenigen Tagen kündigte Israel bereits an, aufgrund des US-Abzuges aus Syrien eine aktivere Rolle im Kampf gegen den Iran einnehmen zu wollen. Bisher gibt es keine Berichte von Schäden oder Verletzten, nahe dem Mezzeh-Militärflughafen in Damaskus soll aber eine Rakete unbekannten Ursprungs eingeschlagen sein.

Sollten sich die Berichte bewahrheiten, stellen sie die ersten Angriffe der israelischen Luftstreitkräfte seit dem versehentlichen Abschusses eines russischen Aufklärungsflugzeuges durch syrische Luftabwehrbatterien Latakia dar, welche wiederum nach israelischen Luftschlägen auf militärische Ziele in der Provinz Hama aktiviert wurde. Das russische Verteidigungsministerium warf Israel vor, dass ihre Kampfjets sich hinter dem russischen Flugzeug versteckt hatten. Daraufhin einigten sich Russland und Syrien auf die Lieferung moderner S-300-Abwehrsysteme, die für israelische Luftaktivitäten eine hohe Gefahr darstellen. Derzeit ist aber noch unklar, ob die S-300 mitsamt weiterer Radarsysteme und anderer Logistik überhaupt einsatzfähig ist, zumindest wird das zukünftige syrische Personal noch von Russland vor Ort ausgebildet.

Syrien feiert Weihnachten

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Auch in Syrien wird in weiten Teilen des Landes derzeit Weihnachten gefeiert. Von der syrischen Küste bis in die im Nordosten des Landes gelegene Stadt Qamishli finden fraktionsübergreifend öffentliche Paraden und Feierlichkeiten statt. Besonders christlich dominierte Regionen wie der Nordosten, Hama und Großstädte wie Damaskus oder Aleppo feierten Weihnachten, für viele Gebiete war es das erste Mal seit Anbeginn des syrischen Konfliktes von vor sechs Jahren. Während also im Regierungsterritorium und den von den Syrischen Demokratischen Kräften kontrollierten Gebieten eine freie Religionsausübung gewährleistet ist, werden die wenig übrig gebliebenen Christen in der von islamistisch-extremistischen Kräften beherrschten Provinz Idlib weiterhin unterdrückt.

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