Selbstmordanschlag im Süden Irans

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Im Süden Irans kam es am Donnerstag Vormittag zu einem Anschlag auf eine Polizeistation, gefolgt von angeblichen Straßengefechten zwischen örtlichen Polizeikräften und den bisher unbekannten Angreifern. Die Attacke fand in der Stadt Chabahar statt, welche direkt am Persischen Golf liegt und selber einen wichtigen Hafen besitzt. Zunächst gab es Berichte von einer großen Explosion, die durch eine Autobombe verursacht wurde. Bisher ist unbekannt, ob es sich dabei auch um einen Selbstmordattentäter gehandelt hatte. Der Angreifer konnte nach lokalen Angaben sein Ziel (die Polizeistation) nicht erreichen, da er zuvor von Beamten gestoppt wurde. Zum bisherigen Stand wurden drei Personen beim Anschlag getötet, darunter ein Soldat und ein Polizist.

Als potentielle Täter geraten verschiedene sunnitisch-arabische Separatistengruppen und der Islamische Staat ins Visier. Iranische Medien berichten von einem Bekenntnisschreiben durch „Ansar al-Furqan“, welche bereits in der Vergangenheit Überfälle und Anschläge auf iranische Städte und Öl-Pipelines im Süden des Landes verübt hatte und selber zum salafistischen Spektrum gehört. Jedoch ist dieses Bekenntnis noch kein Beweis für den wirklichen Täter. Als es im September zu einer Schießerei bei einer Militärparade mit Dutzenden Toten kam, sprachen iranische Medien direkt von einer Bekenntnis durch al-Ahvaziya, eine arabisch-islamistische Organisation. Jedoch widersprach ein Pressesprecher der Gruppe wenig später, da man keine „unschuldigen Menschen attackiere“. Stattdessen hat sich der Islamische Staat zu der Tat bekannt.

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