Irakische Miliz blockiert US-Patrouille in Mossul

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In der nordirakischen Großstadt Mossul ereignete sich am Freitag ein Vorfall zwischen amerikanischen Koalitionstruppen und einer örtlichen Miliz, welche Bestandteil der irakischen Streitkräfte ist. Demnach blockierte die sogenannte „Babylon-Brigade“ eine nördliche Zugangsstraße von Mossul und damit den Patrouillenweg des US-Militärkonvois. Es ist nicht gänzlich geklärt, wie sich die Situation derartig entwickeln konnte, angeblich sollte die Brigade auf Bitten des irakischen Verteidigungsministeriums und der „Joint Operations“ eine gemeinsame Patrouille mit amerikanischen Einheiten abhalten, was auf offenbar wenig Sympathien stieß. Beide Seiten konnten ohne weitere Zwischenfälle ihres Weges gehen.

Es handelt sich um den ersten größeren Vorfall zwischen der Internationalen Koalition unter amerikanischer Führung und dem größtenteils schiitischen Milizendachverband „Hashd al-Shaabi“ bzw. der Volksmobilisierungseinheiten seit dem gemeinsamen Sieg gegen den Islamischen Staat. Es gibt zwar immer wieder Berichte von derartigen Vorfällen, zuletzt sollen amerikanische Luftschläge sogar einer schiitischen Miliz in der Wüstenprovinz Anbar gegolten haben, Viele davon stellen sich jedoch als falsch heraus.  Die weitere Präsenz der USA im Irak wird weitgehend in der Bevölkerung abgelehnt (so versucht auch der derzeitige Parteiblock unter al-Sadr, einen Abzug zu organisieren) und Teile von Hashd al-Shaabi sind für ihre anti-amerikanische und pro-iranische Haltung bekannt, insofern war ein derartiger Vorfall vorauszusehen.

 

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