Israel bombardiert Armeestellungen bei Aleppo

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Vor wenigen Tagen attackierte Israel mehrere Stellungen und Gebäudekomplexe der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und verbündeter Milizen in der Region rundum Aleppo, welches im Norden des Landes liegt. Demnach kam es zu insgesamt vier Luftangriffen, die die Umgebung des Nayrab-Luftwaffenstützpunktes, das Sheikh-Najaar-Industriegebiet und den Ort Tell Shugheib südlich von Aleppo trafen. Zwar wurde die syrische Luftabwehr während der Bombardements aktiviert, jedoch ist der Erfolg von diesen Abwehrversuchen unbekannt. Laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA wurden ein Großteil der feindlichen Ziele erfolgreich zerstört.

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Islamisten aus Idlib verüben Anschlag in Ostsyrien

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In der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor ereignete sich am Donnerstag ein äußerst ungewöhnliches Ereignis: Islamistische Kämpfer sollen eine Stellung der Syrisch-Arabischen Armee nahe dem Dorf Buqrus überfallen und dabei mehrere Soldaten getötet haben. Bei den Tätern handelt es sich aber nicht um versprengte Dschihadisten des Islamischen Staates, sondern um Kämpfer der islamistischen Organisation Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Tahrir al-Sham und Jabhat al-Nusra, al-Qaida-Ableger), die größte und stärkste Oppositionspartei in Syrien und Hauptmacht in der Provinz Idlib. Die Expansion von Tahrir al-Sham nach Ostsyrien, welche zuletzt vor fünf Jahren dort eine Präsenz besaßen, ist überraschend und ein Ergebnis auf die Niederlage des Islamischen Staates.

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Islamisten setzen angeblich Chlorgas gegen Armee ein

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In der letzten, von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib im Nordwesten Syriens gehen die Plänkeleien zwischen den verschiedenen, oppositionellen Organisationen unter der Führung Tahrir al-Shams (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat al-Nusra und Fateh al-Sham) und der syrischen Armee weiter. Der Schusswechsel, welcher gerade durch Artillerie- und Mörserbeschuss geprägt ist, breitet sich inzwischen auch auf die Frontlinien in den Regionen von Aleppo und Latakia aus, wo die zwischen der Türkei und Russland ausgehandelte Waffenruhe größtenteils hielt. Nun soll ein neuer Grad der Eskalation erreicht worden sein, nachdem Islamisten angeblich Verteidigungsstellungen der syrischen Armee mit Giftgas attackierten.

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Drei russische Soldaten in Syrien getötet

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Russische Soldaten in der Provinz Deir ez-Zor (Uqaibayrat), 2017

Ende wurden drei Soldaten der russischen Armee in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor ermordet, wie das russische Verteidigungsministerium inzwischen bestätigt. Diese Meldung deckt sich mit der Nachricht des Islamischen Staates, in dem gleichen Zeitraum einen Militärkonvoi nahe der Stadt al-Suknah nordöstlich von Palyra überfallen zu haben. Derartige Meldungen werden wohl in der Zukunft weiterhin auftauchen, da der Islamische Staat zu seinen Wurzeln der asymmetrischen Guerillakriegsführung zurückkehrt und in der umliegenden syrischen Wüste eine erhebliche Präsenz besitzt, die sich über Hunderte Kilometer zwischen Syrien und Irak frei umher bewegen können.

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Amerikanische Drohne im Jemen abgeschossen

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Im Norden des vom derzeitigen Bürger- und Stellvertreterkrieges geplagten Landes Jemen stürzte eine amerikanische Aufklärungsdrohne über die eigentliche Hauptstadt Sana’a ab. Sana’a und die gesamte Region befinden sich unter der Kontrolle der zaidisch-schiitischen Houthi-Rebellen, auch bekannt als Ansar Allah. Während offizielle Medienkanäle von einem erfolgreichen Abschuss durch die eigene Luftabwehr berichten und dafür auch Videos als Beweis vorliegen, ist ein technischer Fehler ebenso möglich. Die Drohne wurde wahrscheinlich von den Vereinigten Arabischen Emiraten operiert, welche nur eine sehr geringe Anzahl dieses Types besitzt. Der Abschuss ist Ausdruck des immer stärker bröckelnden Friedens im Jemen und die immer stärker werdende Intervention der USA im Land.

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USA und Kurden erklären den Islamischen Staat für besiegt

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Nahezu parallel veröffentlichten Pressesprecher des amerikanischen Weißen Hauses und der kurdisch-arabischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ein Statement, in dem man den Sieg über den Islamischen Staat in Syrien verkündet. Diese Nachricht entstand wenige Stunden nachdem die letzten IS-Kämpfer nahe einer Klippe entlang des ostsyrischen Euphrat-Flusses kapitulierten, zermürbt nach wochenlangen Gefechten in einer aussichtslosen Situation gegen einen überlegenen Feind, welcher am Boden und in der Luft Unterstützung durch westliche Streitkräfte erhält. Trotz der territorialen Niederlage wird der IS weiterbestehen und stattdessen auf seine Tradition des Guerillakampfes zurückkehren. Besonders die von der SDF verwalteten Gebiete in Nordsyrien sind immer wieder Schauplätze von Attentaten und Anschlägen durch den Islamischen Staates.

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Islamischer Staat verliert sein letztes Gebiet

 

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Am Ende kapitulierten erneut Hunderte IS-Kämpfer

Nur noch improvisierte Bretterbuden und hastig aufgebaute Zelte verbleiben vom Islamischen Staate, welches einst das Ziel eines weltumspannenden Kalifates verfolgte. Kämpfer der kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) durchstreifen das letzte Lager des IS nach ihrer Eroberung, am Ende kapitulierten Hunderte IS-Kämpfer und ihre nicht minder radikalen Familienangehörige, Zehntausende nutzten bereits in den Wochen zuvor die Möglichkeit zur Flucht aus den letzten Quadratmetern, welches von einigen wenigen, fast ausschließlich ausländischen IS-Kadern beherrscht wurde. Damit verliert der Islamische Staat sein letztes, von ihm offiziell gehaltenes Territorium in Syrien und damit in seinem „Kerngebiet“, jedoch hat man sich bereits auf den Tag X vorbereitet und sich umstruktiert: Die Rückkehr zum traditionellen Guerillakampf wird die Region weiterhin für kommende Jahre destabilisieren.

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