Islamischer Staat bestätigt den Tod von al-Baghdadi, neuer Kalif ernannt

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In einem kürzlich veröffentlichten Statement bestätigte der Islamische Staat den Tod des ehemaligen Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi durch eine amerikanische Spezialoperation in der letzten, noch von Islamisten kontrollierten Provinz Idlib in Syrien. Zudem sprach man ebenfalls von der Ermordung des vorherigen Pressesprechers Abu al-Hassan al-Muhajir, der die rechte Hand al-Baghdadis war und nahe der syrisch-türkischen Grenzstadt Jarablus im Norden von Aleppo durch eine zweite Geheimoperation der USA getötet wurde. Die über die offizielle IS-Nachrichtenagentur al-Furqan veröffentlichte Audiobotschaft wurde vom neuen Anführer des selbsternannten islamischen Kalifats verfasst: Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurayshi. Er kündigte keinen Wandel der derzeitigen Taktiken oder Strukturen der Terrormiliz an.

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Kämpfe gehen in Nordsyrien weiter

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Syrische Einheiten nahe Kobane

Obwohl eigentlich Frieden in Nordsyrien nach der Stationierung der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und der russischen Streitkräfte herrschen sollte, kommt es an vereinzelten Orten auch weiterhin zu Gefechten zwischen den kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) und der syrischen Armee auf der einen Seite und den von der Türkei unterstützten Islamisten, zusammengefasst unter dem Dachverband der „Syrischen Nationalarmee“ auf der anderen Seite. Zwar konnten sich Russland und die Türkei vor rund einer Woche auf eine Waffenruhe und die Bestätigung des Status Quo festlegen, jedoch scheint dieser Deal nicht im Interesse der Islamisten zu sein. Seitdem konnten sie mehrere Orte in der nordsyrischen Region erobern und Kriegsverbrechen verüben.

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IS-Anführer Baghdadi in Idlib getötet

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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Sonntag soll der Kalif und Anführer des Islamischen Staates, Abu Bakr al-Baghdadi, bei einer amerikanischen Spezialoperation in der syrischen Provinz Idlib ermordet worden sein, wie verschiedene Quellen vermelden und der amerikanische Präsident Donald Trump bestätigt. Demnach soll sich der wohl am meisten gesuchte Terroristenführer nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze in einem Dorf nahe der Stadt Barisha versteckt haben. Bisher gibt es keine Bestätigung für den Tod Baghdadis, jedoch starke Anzeichen seitens der USA und selbst die „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) sprechen von einem „erfolgreichen und wichtigen Einsatz“. Idlib im Nordwesten des Landes ist die letzte, noch vollständig von Islamisten gehaltene Provinz in Syrien und faktisch ein türkisches Protektorat, die Obhut von al-Baghdadi so nahe an der Grenze wirft auch ein fragwürdiges Licht auf die Türkei und bestätigt die Haltung der syrischen Regierung, dass Idlib ein Terroristennest darstellt.  Weiterlesen

Die USA wollen das syrische Öl nicht aufgeben

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Von dem einst mehrmals versprochenen Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Territorium von der USA unterstützten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) in Nord- und Ostsyrien scheint sich erneut ein anderes Bild zu offenbaren: Statt Syrien zu verlassen, sollen amerikanische Truppen weiterhin im Osten des Landes präsent sein und sogar mit zusätzlichen Einheiten verstärkt werden. Denn in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor gibt es Ressourcen, die nicht in die Hände der syrischen Regierung fallen dürfen: Die größten Erdölfelder und wichtige Erdgasfelder erstrecken sich in jenem Gebiet, welches die USA nun dauerhaft besetzen will, die Intention des Einsatzes wird sogar offen zugegeben.

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Der neue russisch-türkische Deal ist ein Alter

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Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und seinem türkischen Gegenpendant Erdogan in der Stadt Sotschi konnte nach nur wenigen Stunden Früchte tragen: Beide Länder einigen sich auf die Errichtung einer gemeinsamen Sicherheitszone im Norden Syriens, gemeinsame Patrouillen und die Bestätigung des Status Quo. Für die Wahrung des Friedens und die Beendigung der türkischen Invasion müssen sich die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus der rund 30 Kilometer breiten Sicherheitszone entlang der Grenze zurückziehen, dafür treten Russland und die syrische Regierung als Schutzmächte auf. Dabei erinnert die türkisch-russische Vereinbarung frappierend an jenen zwischen der Türkei und der USA, welcher ebenfalls den Abzug der YPG und koordinierte Militärpatrouillen entlang der Grenze vorsah.

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Assad besucht Idlib-Frontlinien

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Der syrische Präsident Bashar al-Assad besuchte am Dienstag die Frontlinie zwischen der Syrisch-Arabischen Armee und verschiedenen islamistischen Gruppierungen, die nur noch die Provinz Idlib erfolgreich halten können. Dieser überraschende Besuch fand vor allem in jenen Gebieten statt, die erst vor wenigen Monaten in der letzten Idlib-Offensive der syrischen Streitkräfte erobert werden konnte. Dort traf sich Assad mit ranghohen Kommandanten und einfachen Soldaten um die dortige Moral zu erhöhen und zugleich die aktuelle Lage im Land zu kommentieren. Vor allem aber auch war seine Besichtigung ein Zeichen für eine neue und möglicherweise auch finale Idlib-Offensive, wodurch die syrische Regierung nahezu sämtliches Territorium in Syrien kontrollieren würde.

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Türkei erobert wichtige Grenzstadt

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Nach mehrwöchiger Defensive der kurdischen Kämpfer muss sich nun auch die Grenzstadt Ras al-Ayn geschlagen geben, nach einem ausgehandelten Abzug befindet sich nun neben Tel Abyad eine weitere wichtige Grenzstadt unter der Kontrolle der Türkei. Die Militäroffensive des nördlichen Nachbarn mit dem Titel „Operation Friedensquelle“ und der intensiven Unterstützung syrischer Islamisten kann dies zwar als Etappensieg verkaufen, jedoch scheint auch damit der Großteil der türkischen Initiative beendet zu sein, das arabisch-kurdische Militärbündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) kann die große Mehrheit des Grenzgebietes schützen. Währenddessen vollendet die USA ihren Truppenabzug aus Nordsyrien.

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Vorbereitungen für eine neue Idlib-Offensive

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Könnte es in näherer Zeit zu einer zweiten Idlib-Offensive der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) kommen? Danach schaut es derzeit aus, wenn man den neuesten Berichten glauben mag. Im Schatten der türkischen Invasion in Nordsyrien soll es zu Vorbereitungen für die „zweite Phase“ der Idlib-Offensive in der gleichnamigen Provinz kommen, nachdem die syrischen Truppen im vergangenem Sommer weite Teile des südlichen Idlibs und dem Norden der Provinz Hama erobern konnte, darunter auch die strategisch wichtige Stadt Khan Sheikhoun. Bisher sind sämtliche Ziele der „zweiten Phase“ unbekannt, entlang der gesamten Frontlinie von Latakia bis Aleppo kommt es zu Vorbereitungen und stärkeren Angriffen. Die Provinz Idlib ist die letzte, noch von Islamisten kontrolliere Provinz in Syrien und zudem ein faktisches Schutzprotektorat der Türkei.

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Kurden können Grenzstadt wochenlang halten

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Entgegen amerikanischen Hoffnungen hielt die zwischen den beiden NATO-Partnern der Türkei und USA ausgehandelte Waffenruhe nicht mal wenige Stunden an, auch weiterhin kommt es in Nordsyrien zu schweren Gefechten und Bombardements im Zusammenhang mit der türkischen Militäroffensive „Operation Friedensquelle“, welche mit der Unterstützung syrischer Islamisten die Eroberung des syrisch-türkischen Grenzgebietes und Etablierung einer rund 30 Kilometer breiten „Sicherheitszone“ vorsieht. Mit der Stationierung der russischen und syrischen Armee konnte der Konflikt lokal begrenzt werden, nur noch auf etwa der Hälfte der Grenze kommt es zu Kämpfen, das kurdisch-arabische Bündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) kann mit der Feuerunterstützung ihrer Verbündeten ein Großteil der Front halten. Dennoch können die türkischen Streitkräfte erhebliche Fortschritte vorweisen.

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Türkisch-amerikanische Waffenruhe gleicht einer Kapitulation

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Nach intensiven Gesprächen zwischen dem türkischen President Reccep Erdogan und dem amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence bei seinem heutigen Besuch in Ankara soll es zu einer überraschenden Einigung im Konflikt um Nordsyrien gekommen sein, nachdem türkische Streitkräfte mit der Unterstützung syrischer Islamisten eine groß angelegte Militäroperation auf die kurdisch-arabischen „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) ausführten und diese Tat international scharf kritisiert und sanktioniert wurde. Die neue Vereinbarung zwischen den zwei NATO-Mächten sieht eine fünftägige Waffenruhe vor, in diesem Zeitraum sollen die in der SDF dominierende Kraft der kurdischen „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG) sich aus der gesamten Grenzregion zurückziehen. Dieser „Deal“ gleicht eher einer Kapitulation als einer Friedensvereinbarung, macht er doch den derzeitigen Verteidigungskampf der Kurden zunichte.

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Über 100 Tote im Irak

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Auch weiterhin ist der Oktober im Irak von schweren Ausschreitungen und Protesten der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung gegen die derzeitige Regierung geprägt, welche der Korruption und schlechten wirtschaftlichen Lage beschuldigt wird. Die Demonstrationen, welche vor allem im Zentrum und Süden des Landes stattfinden, werden von gewalttätigen Ausschreitungen überschattet, die auf beiden Seiten zu Toten führen. Das Gesundheitsministerium vermeldet den Tod von über 100 Personen. Die Regierung spricht in Bagdad von unbekannten Scharfschützen, welche auf Demonstranten und Sicherheitskräfte gleichermaßen schießen. Ein Ende der derzeitigen Unruhe ist noch nicht in Sicht, auch da die Zentralregierung zu keinen Kompromissen bereit scheint.

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Kämpfe zwischen syrischer und türkischer Armee

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Die syrische Armee erreicht die zuvor unter SDF-Kontrolle stehende Stadt Ain Issa

Ein Teil der erfolgreichen Vereinbarung zwischen syrischer Regierung und den „Syrischen Demokratischen Kräften“ (SDF) sieht die Stationierung der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) in weiten Teilen Nordsyriens vor, darunter auch die mehrheitlich arabische Stadt Manbij, welche als einzige Region des kurdisch-arabischen Milizenbündnisses westlich des Euphrats liegt. Die Stadt ist aufgrund ihrer Position immer wieder Schauplatz von Gefechten mit den benachbarten, von der Türkei unterstützten Islamisten in Nord-Aleppo. Nach dem überraschenden Deal kündigte die Türkei und ihre syrischen Stellvertreter in der vergangenen Nacht eine Offensive auf Manbij an, obwohl bereits Hunderte Soldaten der SAA vor Ort sind. In den ersten Gefechten kam es erstmals zu direkten Konfrontation zwischen syrischer und türkischer Armee.

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Syrische Armee eilt den Kurden zur Hilfe

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Überraschenderweise konnten die syrische Regierung und das kurdisch-arabische Bündnis der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) in der vergangenen Nacht eine neue Vereinbarung finden, die die Stationierung der syrischen Armee entlang der syrisch-türkischen Grenze, die Verteidigung gegen die türkische Militäroffensive „Operation Friedensquelle“ und die friedliche Übernahme von mehreren Städten beinhaltet und damit ein faktisches Bündnis gegen die Türkei und ihre syrischen islamistischen Verbündeten bedeutet. Damit kann sich die SDF vor einer drohenden Niederlage gegen die Türkei und aus der selbstverschuldeten politischen Isolation befreien, nachdem die USA bereits zum wiederholten Male den Abzug ihrer Truppen ankündigte. Es könnte ein neues und finales Kapitel für den syrischen Bürgerkrieg bedeuten.

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Wie der IS von der türkischen Offensive profitiert

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Im Kerngebiet der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) brodelt es, fernab der Frontlinien zur neulich begonnenen Militäroperation der Türkei kommt es nun wieder vermehrt zu Attentaten und Angriffen des Islamischen Staates auf militärische Ziele, die Gefahr eines „Wiederauferstehenden IS“ ist akut. Zwar konnte die YPG bzw. SDF die Situation durch erfolgreiche Anti-Terror-Operationen mit amerikanischer Unterstützung entschärfen und viele Schläferzellen zerstören, jedoch finden sich gerade im Osten des eigenen Territoriums immer noch große Sympathien für die Islamisten. Dank der türkischen Großoffensive scheint die Gefahr vor einem erneuten Aufstieges des Islamischen Staates ein sekundäres Problem für die Kurden zu sein. Bereits jetzt warnte man davor, dass die bis zu 12.000 gefangenen IS-Kämpfer und 50.000 Familienmitglieder kaum zu bewältigen sind.

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Amerikanische Truppen geraten unter türkischen Beschuss

 

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Überraschenderweise geriet ein amerikanischer Militärkonvoi unter dem Beschuss türkischer Artillerie, wie das US-Verteidigungsministerium vermeldet. Der Vorfall ereignete sich nahe der syrischen Grenzstadt Ayn al-Arab, besser bekannt als Kobane. Nur wenige Meter entfernt kam es zu Explosionen, verletzt oder getötet wurde kein amerikanischer Soldat, nachdem es zunächst unbestätigte Meldungen von mindestens einem Toten und zwei verletzten französischen Soldaten gekommen ist. Der Vorfall am Freitagabend habe sich aber in einer Gegend ereignet, „von der die Türken wissen, dass dort US-Streitkräfte präsent sind“, wie das Pentagon in einem kurzen Briefing behauptete. Das türkische Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück, dass auf Truppen der Amerikaner geschossen wurde.

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